Fliesen auf Kunststoff kleben

Kritische Untergründe verlangen spezielle Kleber und Mörtel: Um Fliesen auf Kunststoff kleben zu können, bedarf es eines kraftvollen aber flexiblen Fliesenklebers, der Spannungen ausgleicht aber zugleich ausreichend Festigkeit und Klebekraft bietet.

In diesem Beispiel wollte der Bauherr einen neuen Fliesenbelag auf einem Boden aus fest verklebten Hart-PVC-Platten verlegen. Lesen Sie, was beim Fliesen auf Kunststoff und anderen problematischen Untergründen zu beachten ist. Die Anleitung zeigt dann Schritt für Schritt, wie Sie Fliesen auf Kunststoff kleben.

Bevor man einkauft und loslegt, müssen folgende Fragen beantwortet sein: Aus welchem Material besteht der Untergrund und in welchem Zustand befindet er sich? Sind Unebenheiten vorhanden, müssen sie ausgeglichen werden. Dabei kann es sich um folgende Untergründe handeln: Anhydritestrich, Beton, alte Fliesenbeläge, Gussasphaltestrich, Heizestrich, Spanplatten, Trockenoder Zementestrich. Auf diesen Untergründen – sofern sie eben sind – kann man Fliesen verlegen.

Bei Beton und Zementestrich kann man zu normalem Fliesenkleber greifen. Bei anderen Untergründen sollte flexibler Kleber verwendet werden. Diese Kleber sorgen durch eine Kunststoffbeimischung für Haftung auf glatten und Spannungsfreiheit auf beweglichen Untergründen. Beim Verfugen verwendet man dann ebenfalls flexiblen Fugenmörtel.

Fliesen
 

Flexkleber, Dispersionskleber und Co.

Die Vielfalt von Fliesenkleber ist verwirrend: Wir schaffen Klarheit und erklären, worauf es ankommt

 

Auf Kunststoffboden Fliesen kleben

Oft liegt schon ein Bodenbelag auf dem Estrich. Schwimmend verlegte Beläge wie Fertigparkett oder Laminat müssen in jedem Fall vorm Fliesenlegen herausgenommen werden. Fest verklebtes Holzparkett oder alte Dielen können unter Umständen im Raum verbleiben, müssen aber mit Trockenestrich oder Nivellierspachtelmasse über-zogen werden. Ein Teppichboden muss natürlich entfernt werden. Auch Linoleum oder Kautschukbeläge stellen keinen geeigneten Untergrund dar und sollten entfernt werden. Denn durch Feuchtigkeit oder Belastung kann es bei diesen Belägen zu Dimensionsveränderungen und somit zu Rissen in der Fliesenoberfläche kommen.

Bei Kunststoffbelägen ist dies aber nicht immer notwendig. So kann man einen fest verklebten Hart-PVC-Belag direkt verfliesen. Doch Vorsicht: Es muss sich um homogene Hart-PVC-Platten handeln, die an den Fugen verschweißt sind. Als Fliesenkleber eignen sich nur sehr hochwertige, kunststoffvergütete Produkte. Herkömmliche flexible Kleber reichen also nicht aus. Was für Hart-PVC-Platten gilt, gilt nicht für andere Beläge dieser Art. Auf übliche, mehrschichtig aufgebaute PVC-Rollenware sollte man keine Fliesen legen.

Praxistipp: Unabhängig von der Materialbeschaffenheit hängt der Erfolg des Fliesenlegens von der Sauberkeit des Untergrundes ab. Estriche sollten besenrein sein. Anhydrit-, Heiz-, Trocken- und Zementestrich sowie Spanplatten sollte man vorher mit Tiefengrund streichen. Alte Fliesen oder Hart-PVC müssen staub- und fettfrei sein. Wichtig: Beachten Sie die Verarbeitungshinweise auf den Verpackungen.

Quelle: selbst ist der Mann

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