Fliesen auf Holz

Fliesen auf nicht starren Untergründen neigen zu Rissbildung – es sei denn, Sie haben beim Verlegen von Fliesen auf Holz für einen "Bewegungsausgleich" gesorgt. Mit Spanplatten (oder OSB-Platten) lässt sich schnell preiswert und unkompliziert ein ebener Verlegegrund für viele Bodenbeläge (wie Teppichboden, Laminat oder Kork) herstellen. Selbst Bodenfliesen lassen sich mit geeigneten Flexklebern auf einem steifen (Holz-)Platten-Untergrund verlegen. Die Anleitung zeugt Schritt für Schritt, wie Sie Fliesen auf Holz kleben. Mit Ausgleichmatten und einem hochwertigen Flexkleber können Sie auch auf einem Holzboden Fliesen verlegen!

 

Flexkleber zum Fliesen auf Holzboden

Direkt auf der Beton-Rohdecke verlegt, kann ein Aufbau aus Trittschalldämmung und Spanplatten sogar den gängigen Nass-Estrich ersetzen (Besser eignen sich nur fasergebundene Zementplatten, sogenannte Trockenestrichplatten. Sie sind auch dimensionsstabil und eignen sich ohne Einschränkung auch als Fliesengrund.)
Vorsicht angesagt ist jedoch, wenn ein Holzboden oder Dielen als Untergrund für Fliesen dienen sollen! Keramische Beläge sind nicht in der Lage, Dimensionsveränderungen des Holzes mitzumachen. Quell- und Schwindbewegungen sind bei dem natürlichen Baustoff Holz aber aufgrund von Feuchtigkeitsschwankungen nicht auszuschließen. Früher oder später kommt es zu Rissen in den Fugen oder gar zum Bruch einzelner Fliesen.

Die Gefahr von Fliesenbruch können Sie reduzieren, wenn Sie folgende Punkte berücksichtigen:

  • Die Trittschalldämmung sollte elastisch genug sein, um die Übertragung von Gehgeräuschen auf die Rohdecke zu verhindern. Andererseits darf sie (punktuell) nicht zu sehr nachgeben oder gar federn. Wir haben uns daher für eine dünne Lage (22-25 mm) druckfester Steinwolle-Estrichdämmplatten entschieden.
  • Ausschlaggebend für die Haltbarkeit des Fliesenbelages sind jedoch geeignete Kleber und Fugenmörtel – schließlich können Sie nachträglich den (oft unbekannten) Aufbau des Trockenestrichs nicht mehr verändern! Der Kleber muss elastisch sein (sogenannte "Flex"-Kleber), um die Bewegungen des Untergrundes ausgleichen zu können. Dies erreicht man durch eine Kunststoffvergütung des mineralischen Klebers: Lange, aber sehr feine Kunststoffasern wirken wie ein flüssiges Armierungsnetz im Mörtel.
 

Fliesen auf Holz kleben

Rund ums Fliesenlegen lauern viele Fallstricke. Auch unsere Leser stehen immer wieder vor "unlösbaren" Problemen – bis sie uns fragen: "Ich möchte auf einer Siebdruckplatte Fliesen verlegen. Meine Frage nach dem geeigneten Kleber wurde mir im Baumarkt negativ beantwortet „Dafür gibt es nichts“. Ist dem wirklich so? Oder können Sie mir eine Methode empfehlen?"

Wie man Fliesen auf Holz verlegt, weiß unser "Bauen & Renovieren"-Redakteur Christian Meyer: Holz und Holzwerkstoffe sind nie der ideale Untergrund zum Fliesen. Es kommt vor allem darauf an, welcher Belastung der geflieste Holzboden später ausgesetzt ist. Ein Tisch für den Innenbereich, der im Wohnzimmer steht, kann relativ problemlos gefliest werden. Ist eine geflieste Holzfläche aber Feuchtigkeit ausgesetzt, kommt es zu Spannungen und die Fliesen lösen sich auf Dauer. Abmildern kann das eine Entkopplungsmatte, z. B. von Gutjahr oder Schlüter (im Bild), die im Baumarkt, Baustoff-, Fliesenfach- oder Onlinehandel erhältlich sind. Und grundsätzlich ist es von Vorteil, wenn es sich um imprägnierte Span- oder Pressplatten handelt. Als Kleber und Fugenmörtel sollte man kunststoffvergütete Produkte einsetzen (Flexkleber, Flexfugenmörtel).

Quelle: selbst ist der Mann

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