Farne Pflegeleichte Farne: Die Stars im Schatten

Inhalt
  1. Farne kaufen: Auf die Wurzeln achten
  2. Schattig und feucht: Hier stehen Farne richtig
  3. Farne pflegen

Ihre Verwandten gab es schon, als noch die Dinos durch die Wälder stapften. Heute gehören Farne zu den pflegeleichtesten Pflanzen, die am richtigen Standort keine Probleme machen und fast schon tropisch-üppig wirken. Schnecken machen einen Bogen um sie und auch Schädlinge lassen Farne in der Regel links liegen. Wir verraten Ihnen, was Sie beim Kauf beachten müssen und wie Sie die Farne pflegen.

In den Gärten werden Farne leider viel zu selten gepflanzt, da sie ja bloß grün sind. Das stimmt nicht ganz, denn es gibt auch Arten mit rötlichen oder sogar silbrigen Wedeln. Und die grünen Farne bieten vor allem im Gegenlicht eine Farbpalette an, die man so nie erwartet hätte: Von hellem Gelbgrün bis hin zu sattem Tiefgrün, ja fast Schwarz, sind sämtliche Grüntöne vorhanden. Da Farne eine hohe Luftfeuchte lieben, sind sie ideal für Bachläufe, Teichränder oder Quellen. Sie breiten sich mit unterirdischen Rhizomen aus, viele haben einen großen Ausbreitungsdrang, den Sie im Rasen einfach mit dem Mäher beenden.

Gartengestaltung
 

Blütenzauber mit Schattenpflanzen

Dank bunt blühender Stauden, leuchtet auch im Schatten ein dichter Blütenteppich

 

Farne kaufen: Auf die Wurzeln achten

Farne werden die ganze Saison über in Töpfen angeboten. Es gibt horstig wachsende und ausläuferbildende Farne, die jeweils unterschiedlich tief gepflanzt werden. Fragen Sie beim Kauf nach! Horstig wachsende Farne sollten Sie etwas tiefer pflanzen, als sie im Topf standen, da ihre Wurzelstöcke mit der Zeit höher werden. Ausläuferbildende Arten werden nur flach gepflanzt und wurzeln auch nicht besonders tief. Wintergrüne Farne sollten geschützt im Schatten stehen, damit sie an sonnigen Frosttagen nicht vertrocknen.

Farne

Topfen Sie die Pflanzen im Gartencenter ruhig einmal aus. Farne verfügen nicht über die typisch hellbraunen Wurzeln, die Stauden normalerweise aufweisen (links), ihre Wurzeln sind von Haus aus dunkler (rechts). Das ist kein Zeichen für schlechte Qualität!

 

Schattig und feucht: Hier stehen Farne richtig

Als Waldpflanzen fühlen sich Farne an schattigen bis halbschattigen Plätzen mit hoher Luftfeuchte wohl. Je feuchter (nicht nass!) der Boden ist, desto sonniger können Farne auch stehen. Pflanzen Sie Farne immer in Zweier- oder Dreiergruppen und große Farne in Einzelstellung. Hohe Farnarten kommen im Beet nach hinten, für Beetränder eignen sich niedrige Farne wie der Feuerlandfarn (Blechnum penna-marina). Arten mit farbigen Wedeln wie Rotschleierfarn sollten etwas heller stehen, damit die Farben richtig zur Geltung kommen können. Besonders wertvolle Arten wie der Regenbogenfarn brauchen im Winter einen Schutzmantel aus Laub, wenn Kahlfröste drohen.

Funkien

Farne sind mit Funkien (Foto), Astilben oder Schattengräsern in bester Gesellschaft. Da die Farne aber recht spät im Jahr austreiben, sorgen Frühlingsblüher wie Krokusse, Winterlinge oder auch Stauden-Cyclamen (Cyclamen coum) für bunte Farbtupfer auf den Flächen zwischen den Farnen. Haselwurz (Asarum) ist mit seinem glänzenden Laub ein perfekter Bodendecker zwischen Farnen.

 

Farne pflegen

Farne brauchen humose, also schön nahrhafte, lockere Erde, wie es sie auch im Wald gibt. Wer so einen Boden nicht bieten kann, hilft mit reifem Kompost oder Rindenhumus aus dem Gartencenter nach. Lockern Sie den Gartenboden dafür so tief wie möglich und bringen eine fünf Zentimeter dicke Schicht aus, die Sie entweder untergraben oder mit einem Rechen einarbeiten. Herbstlaub können Sie zwischen den Farnen einfach liegen lassen.

Eine Ausnahme sind Mauerfarne, die dank eines speziellen Verdunstungsschutzes auch in der Sonne und mit dem spärlichen Substrat in Fugen klar kommen. Viele Farnarten lieben sauren Boden. Um diesen zu erhalten, arbeiten Sie Torf oder Nadelstreu in den Boden ein.

Farne

Geschnitten werden Farne im Frühjahr kurz vor dem Austrieb. Vertrocknete Wedel können Sie so über den Winter stehen lassen. Sie bilden eine gute Schutzschicht gegen die Kälte und werden im Frühjahr einfach überwachsen.

Fotos: sidm / Archiv; Staudengärtnerei Gaissmayer; Gärtner Pötschke

Quelle: Sonderheft 4 / 2013

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