Drechseleisen

Drechseleisen

Beim Drechseln benötigt man viele verschiedene Drechseleisen – jedes Drechseleisen hat seine eine Klingengeometrie und seine eigene Funktion. Mit manchem Drechseleisen arbeiten Sie eine Kerbe ins Holz, mit anderen Drechseleisen fertigen sie eine gleichmäßige Hohlkehle. Diese Drechseleisen benötigen Sie, wenn Sie mit dem Holzdrechseln beginnen wollen:

Mit dem Abstechstahl in verschiedenen Breiten stechen Sie Nuten oder glatte Flächen in den Rohling. Röhren, auch Hohlmeißel genannt und mit runder Schneide versehen, sind die am häufigsten benötigten Eisen. Die (breitere) Schruppröhre nutzen Sie zum Runddrehen des in der Grundfläche eckigen Rohlings und zu ähnlich grobem Abtragen; die Formröhre dient auch zu feinerem Kehlen und Wölben.

 

Welche Drechseleisen brauche ich?

Der Drehmeißel schneidet Kerben, Rund- und Kegelformen. Und er ist nötig zum Schlichten; so nennt man das Glätten der nach dem Runden des Rohlings noch unebenen Drechselfläche.

  • Der Meißel: Der Meißel dient zum Schlichten von geraden oder gewölbten Oberflächen. Mit dem Meißel erreichen Sie die glattesten Oberflächen. Auch für das Abstechen und Einstechen nutzen Sie einen Meißel, den Sie leicht am beidseitigen Schliff erkennen. Für konvexe (= nach außen gewölbte Formen) ist der Meißel das Drechseleisen der Wahl!
  • Hohleisen oder Röhren: Je nach Größe des Hohleisens spricht man von Schruppröhre (etwa 30mm), Formröhre (etwa 20mm) und Detailröhre (etwa 10mm). Mit dem Schrubbeisen wird zunächst die grobe Kontur geformt – dank des vergleichsweise flachen Schliffs geschliffen, können mit ihm auch Kanten bearbeitet werden und der Abtrag ist sehr hoch. Die schaleren Hohleisen dienen der feineren Bearbeitung und dem Drehen von konkaven (= nach innen gewölbten) Formen.
  • Der Abstechstahl dient vor allem zum Abstechen von Langholzarbeiten. Wenn möglich nutzen Sie dafür besser den Meißel – mit ihm sind glattere Oberflächen möglich. Der Abstechstahl hat seine Berechtigung, wenn es schnell gehen soll oder materialsparend gearbeitet werden muss (bei teuren Edel-Hölzern)!
  • Der Flachschaber misst etwa 25mm Breite und wird zum Schlichten planer Flächen eingesetzt. Wie eine Ziehklinge führen SIe dafür den Flachschaber unter gleichmäßigem Druck von der Mitte des Drechselstücks nach außen.

 

Drechseleisen schärfen

Woran erkenne ich, dass das Drechseleisen geschliffen werden muss? Das Holz leistet dem Schnitt bei stumpfer werdendem Eisen zunehmend Widerstand. Geschabtes Mehl statt feiner Späne sind das Ergebnis. Und eine grobe, raue Oberfläche, die Sie später aufwendig glätten müssen, verstößt gegen jede Drechslerehre! Das Schleifen der Eisen ist eine für fachgerechtes Drechseln entscheidende Fertigkeit. Und es ist nicht einfacher als das Drechseln selbst.

Holzbearbeitung
 

Stecheisen

Nachschärfen: Beitel und Stecheisen werden durch den Einsatz an Hartholz schnell stumpf

Praxistipp: Drechseleisen sind häufig beim Kauf lediglich mit einem Industrieschliff versehen. Dieser eignet sich nicht zum Arbeiten. Und auch bei als einsatzbereit verkauften Eisen raten wir zur Vorsicht: Häufig ist auch dieser Schliff zum Losarbeiten ungeeignet.

Schleifstein abrichten

Abrichten bedeutet, dass die Schleiffläche wieder geglättet und gerundet wird. Dazu gibt es als Zubehör die Abdrehvorrichtung. Bevor Sie loslegen: der Stein muss mit Wasser gesättigt sein. Müssen Sie mehr als 0,6 mm abdrehen, empfehlen sich zwei Arbeitsgänge.  

Mit leichtem Druck und seitlichem Vorschub abdrehen; am besten von den Seiten aus zur Mitte, damit die Kanten keine Risse bekommen. Danach zurückbleibende Rillen mit der groben Seite eines Steinpräparierers entfernen, den Sie langsam parallel zur Stütze auf dem rotierenden Stein hin und her führen.

Quelle: selbst ist der Mann

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