Dauerhaftigkeitsklassen

Inhalt
  1. Resistenzklassen: Dauerhaftigkeit von Holz bei Verwitterung
  2. Dauerhaftigkeitsklassen im Überblick
  3. Welche Holzart hält am längsten?

Beim Baustoff Holz zählen vor allem dessen Eigenschaften – wie z. B. die Belastbarkeit: Laubhölzer sind in der Regel härter und fester als Nadelhölzer, denn ihre Zellen sind kleiner und dickwandiger. Auch die Haltbarkeit der Holzart ist wichtig. Dabei gilt: Holz ist nicht gleich Holz – die Empfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit und Sonnenbestrahlung ist je nach Baumart sehr unterschiedlich. Früher teilte man Bauholz in sogenannte Resistenzklassen (nach DIN 68364) ein – heute geben die Dauerhaftigkeitsklassen (nach DIN EN 350-2) darüber Auskunft, welches Holz am längsten Wind & Wetter standhält.

Die Wiederstandsfähigkeit des Materials Holz gegenüber holzzerstörenden Pilzen und Insekten wird in sogenannten Dauerhaftigkeitsklassen (früher Resistenzklassen) eingeteilt. Mit der Auswahl der passenden Holzsorte kann man einer Schädigung des Baustoffs in gewissem Umfang begegnen. Freilich wäre es sehr kostspielig und auch ökologisch nicht sinnvoll, ausschließlich Harthölzer im Außenbereich zu verbauen. Deshalb werden dauerhafte Hölzer vor allem dann verwendet, wenn andere Möglichkeiten des Schutzes entfallen. Günstig ist die Verwendung von Harthölzern zum Beispiel beim Bau von Terrassen, weil sich hier eine dauerhafte Bewitterung nicht vermeiden lässt. Das gilt ebenso für Zäune, wobei hier unter Umständen aus Kostengründen der natürliche Verschleiß in Kauf genommen wird.

 

Resistenzklassen: Dauerhaftigkeit von Holz bei Verwitterung

Das Kernholz von Holzarten mit erhöhter natürlicher Beständigkeit besitzt von Natur aus pilzwidrige und insektenwidrige Komponenten. Werden diese Hölzer unter Berücksichtigung des konstruktiven Holzschutzes verwendet, kann weitergehend auf chemischen Holzschutz verzichtet werden. Hinsichtlich ihrer natürlichen Dauerhaftigkeit werden Hölzer in Abhängigkeit von ihrer Standdauer nach DIN-69364 (Freilandversuch) in fünf Resistenzklassen eingeteilt. Die Beurteilung gründet auf der Bewitterung von Kernholz der jeweiligen Holzart, auf konstruktive schützende Maßnahmen wird allerdings verzichtet. Mit entsprechenden Maßnahmen kann also die Lebensdauer deutlich über den hier angegebenen Wert verlängert werden. Wird das Holz ausschließlich konstruktiv geschützt, ist mit einer allmählichen Vergrauung zu rechnen – sie kann mit einem einfachen Lasuranstrich gestoppt werden.

 

Dauerhaftigkeitsklassen im Überblick

Jede Holzart ist mehr oder minder in der Lage, sich gegen Schädlinge zu wehren – davon profitiert der Baum vor allem solange er noch im Wald steht und lebt. Vor allem im Kernholz lagert der Baum bestimmte für Pilze und Insekten toxische Stoffe ein. Diese Holzschädlinge abwehrende Eigenschaft verliert das Holz aber nicht mit dem Fällen. Bei Bauholz hilft diese „natürliche Dauerhaftigkeit“, den Befall durch Holzschädlinge zu erschweren: Es muss weniger/seltener Holzschutzmittel aufgetragen werden. Bei „Farbkernholzarten“ wie Lärche und Douglasie ist dieser Schutz besonders ausgeprägt (und optisch erkennbar), was diese Holzarten zu widerstandsfähigen und beliebten Gartenhölzern macht.

 

Welche Holzart hält am längsten?

Holz besitzt eine natürliche Widerstandsfähigkeit gegen Angriffe durch holzzerstörende Organismen: Pilze, Insekten, Termiten und Meerwasser-Schädlinge "nagen" am Holz und setzen dessen Dauerhaftigkeit herab. Die DIN EN 350-2 versucht, die meist genutzten Bau-Hölzer gemäß ihrer eigenen Widerstandsfähigkeit gegen die genannten Holzschädlinge übersichtlich in fünf Dauerhaftigkeitsklassen (Klasse 1 = sehr dauerhaft, Klasse 5 = nicht dauerhaft) einzuteilen. Wichtig: Die DIN kann nur Richtwerte nennen. Absolute Angaben zur Dauerhaftigkeit des Holzes sind ungenau, da die tatsächliche Lebensdauer der gewählten Holzart von vielen weiteren Faktoren (Güte, Einbausituation, konstruktiver Holzschutz, Klima & Bewitterung, ...) abhängt.

Dauerhaftigkeitsklassen nach DIN EN 350-2 (nur gegen holzzerstörende Pilze)
1sehr dauerhaftviele Tropenhölzer wie Bilinga, Greenheart, asiat. Teak
1-2dauerhaft bis sehr dauerhaftz.B. Robinie (nur Kernholz), Merbau, Massaranduba
2dauerhaftu. a. europ. Eiche, Edelkastanie, amer. Western Red Cedar, Bankirai, Bubinga, Bongossi, Meranti
3mäßig dauerhaftz.B. Pitch Pine, Nussbaum, europäische Douglasie, Lärche
4wenig dauerhaftv. a. Tanne, Fichte, Ulme, amerik. Roteiche, Hemlock, Kiefer
5nicht dauerhaftBirke, Buche, Esche, Linde, Ahorn, Erle (alle Holzarten mit <3 Jahren Standdauer)
Hinweis: Die Tabelle nennt ausschließlich die natürliche Widerstandsfähigkeit der genannten Hölzer gegen Pilzbefall! Bei den allermeisten im Garten verwendeten Bauhölzern sind Pilze der Haupt-Schädling. Andere Holz schädigende Insekten treten kaum auf und sind daher zu vernachlässigen.

Zum Vergleich: In der Grafik können Sie die verschiedenen Resistenzklassen (nach DIN 68364 (1979)) von acht heimischen Laub- und Nadelbäumen ablesen und vergleichen.

Quelle: selbst ist der Mann

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