Chili anpflanzen

Chilipflanzen sind eine spannende Sache, weil man sich jedes Jahr aufs Neue fragen kann: Welche Chili-Sorte möchte ich diesmal ausprobieren? Vielleicht die berühmte ’Bischofsmütze‘ oder will ich etwas Unbekanntes testen? Sollen die Chilischoten dekorativ sein oder lieber nach Geschmack ausgesucht werden? Wie Sie Chili anpflanzen, haben wir bei zwei Hobby-Züchtern nachgefragt!

Claudio Kalex aus Köln und Klaus Rockstroh aus Leverkusen fiebern der Chili-Saison schon entgegen, als wir uns mit ihnen treffen, um uns über ihre Begeisterung für die scharfen Früchtchen zu unterhalten. Die beiden Chili-Gourmets haben natürlich längst neue Chilipflanzen bestellt, jetzt heißt es abwarten, ehe Sie ihre neu erworbenen Chili anpflanzen können. Immerhin gibt es noch getrocknete Früchte und Pasten aus der letzten Ernte, die die Zeit bis zur neuen kulinarisch überbrücken.

Chilischoten kann man aus Samen auf der Fensterbank oder im Gewächshaus ab Februar vorziehen. Einfacher ist es am Anfang, sich vorgezogene Pflanzen zu kaufen. Chilis, zur Gattung Capsicum gehörend, sind Nachtschattengewächse. Für die Schärfe verantwortlich ist der Stoff Capsaicin, der jedoch unterschiedlich stark in jeder Pflanze enthalten ist. Am konzentriertesten findet er sich in den Scheidewänden der Früchte, die botanisch zu den Beeren gehören. Die Schärfe wird in Scoville Units (scu) angegeben. Milde Chilis haben 0 scu (z. B. Gemüsepaprika), teuflisch scharfe ’Habaneros‘ 500.000 scu. Die hier gezeigten Sorten haben wir allerdings nach Schärfegrad 1 (sehr mild) bis 10 (sehr scharf) eingeteilt, das macht es einfacher.

 

Chili anpflanzen in Töpfen

Die Chilischote ist nicht nur für die Küche interessant. Die Chilipflanzen werden in unserem Klima bis zu 1,50 Meter hoch, wachsen buschig und sind mit ihren farbenprächtigen Früchten hübsche Hingucker, die sich sehr gut für die Topfkultur eignen. Pflanzgefäße von 10 Litern Fassungsvermögen sollten es aber schon sein. „Ich verwende grundsätzlich gute, lockere Erde, vermischt mit Vulkangranulat gegen Staunässe, die Chilis so gar nicht mögen. Gedüngt wird mit Tomatendünger“, sagt Claudio Kalex. Chilis in Töpfen brauchen viel Wasser, gießen Sie sie deshalb regelmäßig, bei starker Sonneneinstrahlung täglich.

Auf den richtigen Standort für die Pflanzen kommt es jetzt noch an, aber durch die vielen unterschiedlichen Sorten findet sich für jeden etwas: „Die Sorten kann und sollte man sich genau auswählen“, so Klaus Rockstroh. „Manche brauchen sehr viel Wärme, andere wünschen sich Halbschatten.“ Wer sich nicht an die Wünsche der Pflanze hält, merkt das sofort: Einige Sorten werfen einem dann Blüten und Früchte buchstäblich vor die Füße. Auch Nachttemperaturen unter 12 °C werden nicht gern toleriert. Junge Pflanzen reagieren darauf mit Wachstumsstockungen, die mehrere Wochen andauern können. Wer den Dreh aber einmal heraus hat, den packt schnell die Leidenschaft für die feurigen Schoten!

Fotos: Claudio Kalex, Astrid Weingarten

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