Chemischer Pflanzenschutz

Chemischer Pflanzenschutz
Wer Schlanzenschutzmittel spritzt, muss aufpassen, dass der Sprühnebel nur die zu vernichtenden Pflanzen trifft!
Inhalt
  1. Ein Pflanzenschutzmittel für jeden Schädling
  2. Chemischen Pflanzenschutz richtig dosieren
  3. So wenig Chemie wie möglich, so viel wie nötig
  4. Einfache Anwendung: Pflanzenschutz-Stäbchen

Insekten oder Pilze – chemische Pflanzenschutz-Spritzmittel werden mit fast allen Schädlingen fertig. Doch zum Schutz des Anwenders und der Umwelt muss man die chemischen Pflanzenschutzmittel mit Bedacht auswählen und anwenden: Saugende Insekten, beißende Käfer, Pilze – wenn Schädlinge & Co. überhand nehmen, hilft nur noch Spritzen. Chemische Pflanzenschutzmittel lassen sich leicht ausbringen und wirken sofort.

 

Ein Pflanzenschutzmittel für jeden Schädling

Jedes Pflanzenschutz-Mittel hat spezielle Zielgruppen: Insektizide gegen Insekten, Fungizide gegen Pilze, Akarizide speziell gegen Milben und Herbizide gegen Unkräuter. Insektizide werden noch nach saugenden und beißenden Insekten unterteilt. Gegen Pilze wie Schorf oder Sternrußtau kann man vorbeugend spritzen, so dass Sporen gar nicht erst keimen. Chemie sollte aber immer nur der letzte Ausweg sein, denn vor allem Insektizide unterscheiden nicht zwischen Freund und Feind, auch wenn viele Mittel inzwischen „nützlingsschonend“ sind.

Bei Herbiziden gibt es Totalherbizide, die ausnahmslos alles Grüne wegputzen, und selektive Herbizide, die zwischen ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern unterscheiden (für Rasenflächen). Totalherbizide werden auf Wegen eingesetzt. Aber: Totalherbizide sind nicht in jedem Bundesland erlaubt!

 

Chemischen Pflanzenschutz richtig dosieren

Jedes chemische Mittel wird vom Hersteller ausgiebig getestet und muss sich das OK der Biologischen Bundesanstalt holen, bevor es verkauft werden darf. Mittel für den Privatbereich müssen ausdrücklich „Für Haus- und Kleingarten“ und für den jeweiligen Schädling zugelassen sein. Es kann vorkommen, dass ein Mittel z. B. nicht gegen Sternrußtau zugelassen ist, obwohl es ihn als Nebenwirkung bekämpft.

Eine gefahrlose Anwendung ist nur mit den Packungshinweisen und der exakten Aufwandmenge gegeben. Diese Menge hat auch die beste Wirkung und wird in Prozent angegeben, was sich leicht auf die nötigen Milliliter Spritzmittel umrechnen lässt: Rechnen Sie die Prozentzahl x 10 x der Literzahl an Brühe, die Sie benötigen. Bei 0,3%iger Menge und einer 5-Liter-Spritze brauchen Sie 0,3 x 10 x 5, also 15 ml Spritzmittel.

 

So wenig Chemie wie möglich, so viel wie nötig

Pflanzenschutzmittel werden entweder ausgestreut oder mit Wasser als Träger mit Spritzen verteilt. Pulverförmige Mittel wie Netzschwefel müssen vollständig aufgelöst sein („Anteigen“: pulverförmige Mittel erst mit etwas Wasser ansetzen und dann in die Spritze füllen), sonst verstopfen die Düsen und die Brühe läuft am Ärmel herunter. Um die benötigte Menge an Brühe zu ermitteln, spritzen Sie erst mit Wasser. Das ist aufwendig, aber besser, als die Restmengen bei der Stadt zu entsorgen. Denn Gullys sind absolut tabu! Spritzmittel gehören in abschließbare Schränke und dürfen nie in Flaschen umgefüllt werden, da Kinder die oft bunten Mittel sonst mit Limonade verwechseln könnten.

 

Einfache Anwendung: Pflanzenschutz-Stäbchen

Systemische Mittel schützen die Pflanzen von innen – wochenlang. Da helfen den Schädlingen auch keine noch so ausgeklügelten Verstecke! Der Clou: Der Wirkstoff wird mit dem Saftstrom in jeden Winkel der Pfl anze transportiert. Es gibt die Mittel als Granulat, das auf die Erde gestreut oder gespritzt wird, oder als Stäbchen, die einfach in die Erde gesteckt werden. Die Anzahl richtet sich nach der Topfgröße, die Sie mit einem aufgedruckten Zentimetermaß auf der Verpackung bestimmen können.

Praktische Ausbringhilfe (kostenlos im Fachhandel): Ein Stäbchen einführen, in der Erde platzieren.

Durch Druck wie bei einer Spritze freigeben. Der Wirkstoff gelangt über die Wurzel in die Pflanze.

 

 

 

 

 

Quelle: selbst ist der Mann

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