Beeren

Himbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren sind gute alte Bekannte unter den Beerensorten. Einen Versuch wert sind aber auch seltenere Beerenarten wie beispielsweise Josta-, Apfel- oder Gojibeeren. Die besonderen Kreuzungen und eher exotischen Beeren wachsen auch in heimischen Gefilden.

Die Palette von Beerenobst ist größer und vielfältiger, als man gemeinhin denkt. Es lohnt ein Blick zurück zu Obststorten, aber auch über die Grenzen in andere Länder. Dort findet man Beeren mit neuen Geschmacksnoten und auch anderen Verarbeitungsmöglichkeiten. Die Jostabeere, der Name verrät es, ist eine Verbindung aus Johannis- und Stachelbeere. Mit der Züchtung wurde versucht, die Vorteile der ‚Eltern’ zu kombinieren: Die Triebe haben keine Stacheln, die Früchte ähneln im Aussehen der Johannisbeere, schmecken aber süßlich wie reife Stachelbeeren. Die Taybeere entstand aus einer Mischung von Himbeere und Brombeere. Diese Beerensorte ist eine schottische ‚Erfindung’. Man legte Wert auf Robustheit und bessere Verträglichkeit gegenüber tiefen Temperaturen.

Gartenpflege
 

Giftige Beeren

Viele Sträucher bilden bunte Beeren, doch oft sind die Früchte für den Menschen giftig

 

Beerensorten: Wildsobst und Züchtungen

Neben der heimischen wilden Beerenarten gibt es Kultur-Heidelbeeren, die ursprünglich aus Nordamerika stammen. Sie bilden größere Büsche und entwickeln aus kleinen selbstfruchtenden Glockenbüten etwa kirschgroße Früchte. Ferne Verwandte der Heidelbeere sind die Preiselbeere und die größere Cranberry. Ihr Wuchs erinnert an einen immergrünen Bodendecker. Die Früchte sind herb und säuerlich, sie eignen sich zur Saftgewinnung, als Trockenfrüchte oder als Soße, Kompott oder Chutney zu Geflügel, Wild, Käse und vielem mehr. Eine erste Ernte erfolgt im Juli, die Haupternte aber ist im Oktober. Nordamerika werden zur Ernte einfach die Felder geflutet, die leichten Beeren schwimmen auf und werden abgesaugt. Im Garten pflückt man sie einfach vom Strauch.  Bei der Goji-Beere handelt es sich um eine alte chinesische Küchen- und Heilpflanze. Botanisch ist sie ein Nachtschattengewächs mit sehr hübschen Blüten. Die 2-4 m hoch werdende Pflanze ist sehr winterhart und sollte im Wurzelbereich begrenzt werden, da sie sich durch Rhizome verbreitet. Ab Sommer werden die Früchte geerntet und getrocknet.

 

Beerenfrüchte direkt im Garten naschen

Die heimische Heidelbeere, auch unter den Namen Blaubeere, Schwarzbeere und Waldbeere bekannt, trägt von Juli bis September tiefblaue, bis zu 1 cm große, essbare Früchte. Heidelbeeren kommen wild in verschiedenen Waldgebieten vor. Sie waren früher typische Wildfrüchte, bis man vor etwa 100 Jahren in Nordamerika begann, wild wachsende Heidelbeersträucher zu kultivieren. Die so entstandenen Kulturheidelbeeren enthalten weniger Kerne als die Wildform, haben ein festeres, helles, nicht färbendes Fruchtfleisch und sind länger lagerfähig. An den etwa 20 bis 50 cm hohen, stark verzweigten Halbsträuchern mit ihren hellgrünen Blättern erscheinen erst nach mehreren Jahren weiß-rote Blüten.

Für den herbstlichen Garten sind Heidelbeersträucher nicht nur wegen ihrer schmackhaften Früchte, sondern auch wegen ihrer interessanten Laubfärbung in den tiefsten Rottönen eine Bereicherung. Heidelbeeren fühlen sich auf saurem, nährstoffarmen und lockerem Sand- oder Moorboden am wohlsten und benötigen viel Sonne. Sie gedeihen auch in Gefäßen, so dass selbst Balkongärtner in den Genuss dieser Früchte gelangen können.

Heidelbeeren sind äußerst vielseitig in der Küche zu verwenden, schmecken süß-säuerlich und sind wahre Vitaminbomben: Schon die Äbtissin Hildegard von Bingen kannte im Mittelalter die heilende Wirkung der blauen Beeren. Sie enthalten viel Vitamin C und sind reich an Ballaststoffen. Der enthaltene Gerbstoff Tannin stärkt u.a. die Abwehrkräfte. Heidelbeeren schmecken entweder roh als Zwischenmahlzeit, mit Milch, Quark oder ein bisschen Sahne. Aber auch in Pudding, Joghurt, Obstsalat, Pfannkuchen, Muffins, Torten oder ausgepresst sind diese Beeren ein Genuss. Besonders geeignet sind Heidelbeeren auch für Konfitüre oder Gelee. Herbstklassiker der Heidelbeerküche sind natürlich Wildgerichte.

PRAXISTIPP: Frische Heidelbeeren eignen sich bestens zum Einfrieren. Damit sie schnell durchfrieren, schichtet man sie flach in einen Tiefkühlbeutel. Dann lassen sie sich auch vor dem Verzehr schneller auftauen.

Fotos: Istock, Fotolia

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