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Gewinde selbst schneiden

redakteur
Gewinde schneiden



Es muss nicht immer gleich ein ganzer Gewindestab sein, wenn man nur eine Verschraubung am Ende eines Rundstabs benötigt – in vielen Fällen ist ein durchgehendes Gewinde sogar hinderlich oder stört die Optik.

Die Herstellung eines Gewindes ist erfreulich einfach – stabil, anpassungsfähig und vor allem wieder lösbar – die Vorteile geschraubter Verbindungen liegen auf der Hand. Heimwerker nutzen zumeist vorgefertigte Teile, um diese Möglichkeiten zu nutzen – dabei ist die Anfertigung von Innengewinden und Außengewinden keine Kunst.

Gewinde schneiden - Schritt für Schritt

Als Ausgangsmaterial verwendet man am besten gezogenes Rundmaterial – im übrigen ein besonders preiswerter, in jedem Baumarkt zu beschaffender Rohstoff. Die Nenngröße des Gewindes entspricht dem Durchmesser des Rundstabs – ideal ist ein leicht kleineres Maß. Außer dem passenden Schneideisen nebst Halter benötigen Sie nur noch Schneidöl, das den Arbeitsprozeß erleichtert und vor allem die Schneiden des Werkzeugs schont.

Damit das Schneideisen gut angreifen kann, sollte das Ende des Rundstabs gleich-
mäßig leicht konisch angefeilt werden. Dies erleichtert auch den möglichst genau
rechtwinkligen Ansatz des Schneidwerkzeugs auf dem Rundstab. Spannen Sie den Rundstab deshalb mit Hilfe eines Winkelmaßes genau senkrecht in einen Schraubstock ein. Drehen Sie nun langsam und gleichmäßig im Uhrzeigersinn den Ansatz des Gewindes. Nach jeder Umdrehung eine halbe Umdrehung zurückdrehen, um die Späne zu brechen.

Ein Werkzeug pro Durchmesser

Gewinde schneiden

Anders als bei Innengewinden wird für den Schnitt von Außengewinden nur ein Schneidwerkzeug benötigt, mit dem das Gewinde in einem Arbeitsgang hergestellt wird. Diese Schneideisen werden als runde Einsätze ange-
boten, die in einen speziellen Halter, den Schneideisen-
halter, eingesetzt werden.

Vier Halteschrauben fixieren den Einsatz im Halter, die Spreizschraube greift in einen Halteschlitz und verhindert zusätzlich ein Verdrehen des Schneideisens.

Schneideisen weisen außer den inneren Schneiden Aus-
buchtungen auf, die sogenannten Spanlöcher. Hier werden die ausgeschnittenen Metallspäne abgeführt und gebrochen. Während der Arbeit sollte dieser Bereich kontrolliert werden, damit die Späne nicht die Drehbe-
wegung behindern oder das bereits geschnittene Gewinde beschädigen. Um den Span zu brechen, sollte der Halter immer wieder zurückgedreht werden.

Der Durchmesser des mit einem Gewinde zu versehenden Bolzens sollte rund 0,2 Millimeter kleiner sein als der Nenndurchmesser des Gewindes. Das Schneideisen drückt den Werkstoff beim Schneidprozess nämlich etwas nach außen, wodurch der Außendurchmesser des fertigen Gewindes später geringfügig größer ist als der Ausgangsdurchmesser des Bolzens.


 
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