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Feuchte Wände: Ursache finden und reparieren

Feuchtes Mauerwerk trockenlegen und abdichten ist nicht leicht – aber auch nicht unmöglich! Wir stellen Ihnen die gängigsten Verfahren vor und sagen Ihnen, was Sie im Vorfeld und während der Anwendung beachten müssen ...
Wie in der Medizin wird bei der Mauertrockenlegung oft nur an Symptomen herumkuriert, die wirkliche Ursache aber nicht beseitigt. So kann es nicht darum gehen, feuchtes Mauerwerk abdichten zu wollen und somit die Feuchtigkeit zu konservieren. Vielmehr muss eine genaue Schadensanalyse erfolgen und – wie es das Wort Mauertrockenlegung verspricht – das feuchte Mauerwerk so gut wie möglich ausgetrocknet werden. Erst dann sollte man die Kellerabdichtung erneuern.
Eine Schadensanalyse kann man jedoch kaum selbst durchführen. Sie sollte einem Fachmann überlassen werden – am besten einem unabhängigen Gutachter, beispielsweise vom TÜV. Inwiefern bei den Arbeiten Eigenleistung möglich ist, muss mit dem Gutachter oder einem beauftragten Fachbetrieb abgesprochen werden.
Der Kreislauf des Wassers: Gerade an den nicht zugänglichen Wandpartien im Erdreich ist eine fachgerechte Abdichtung in der Bauphase unerlässlich. Treten später Schäden auf, lassen sich die Ursachen nur schwer lokalisieren und nur äußerst aufwendig beheben.Bei der Schadensanalyse muss ermittelt werden, welchen Salz- und Feuchtegehalt (hygroskopische Gleichgewichtsfeuchte und Sättigungsfeuchte) das Mauerwerk aufweist und woher das Wasser und Salz kommen.
Oft geht man davon aus, dass es sich um aufsteigende Feuchtigkeit handelt, die Salz aus dem Erdreich mitführt. Gerade bei älteren Häusern können die Salze jedoch ebenso übers Spritzwasser ins Mauerwerk gelangt sein (Streusalz, Abfälle und früher Kot/Urin von Haus- und Nutztieren, z. B. von Pferden), und Feuchtigkeit kann sich durch Kondensation im Sommer direkt im Mauerwerk angesammelt haben.
Dies ist in der Regel auf falsches Lüften im fundamentnahen Innenbereich zurückzuführen. So sollte man beispielsweise den Keller besser im Winter lüften statt im Sommer: Denn dann trifft die warme Außenluft auf kalte Kellerwände und kondensiert. Grundsätzlich falsch: ein ständig gekipptes Fenster.

Ist später die Ursache gefunden, die Leckage abgedichtet, hilft in Innenräumen ein klassischer Luftentfeuchter dabei, das Raumklima trocken zu halten. Salze entziehen der Raumluft überschüssige Feuchtigkeit. Diese Methode eignet sich nicht zur eigentlichen Mauerentfeuchtung, sondern nur dazu, die Raumluftfeuchte auf einem gesunden Niveau zu halten, zum Beispiel in feuchten Wetterphasen oder nach einer Renovierung, wenn Putz- und/oder Farbschichten noch viel Feuchtigkeit an die Raumluft abgeben.
Anhand der Schadensanalyse kann der Fachmann sagen, was getan werden muss. Meist ist eine Kombination verschiedener Maßnahmen und Verfahren notwendig – ein Allheilmittel verspricht nur die Werbung einzelner Hersteller.
Welche Abdichtungsmöglichkeiten für durchfeuchtetes Mauerwerk bestehen, erfahren Sie hier: Feuchte Wände: Abdichtmöglichkeiten in der Übersicht
Wenn nichts mehr hilft: Eine beschädigte Vertikal-Abdichtung muss von außen erneuert werden.Die Frage, ob es sich wirklich um aufsteigende Feuchtigkeit handelt, hat eine besonders große Bedeutung. Ist dies nämlich nicht gegeben, kann man sich die teuren Verfahren einer Horizontalabdichtung sparen. Wird diese notwendig, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Wahl. Bei handwerklich sorgfältiger Ausführung ist die Wirksamkeit der mechanischen Verfahren unumstritten hoch. Der Nachteil besteht aber darin, dass gravierende Eingriffe ins Mauerwerk stattfinden, die zu statischen Problemen und Wand- bzw. Putzrissen führen können. Abgesehen davon ist eine Eigenleistung fast unmöglich.














