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Tapezieren
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Profi-Tipps zum Tapezieren

Tapezieren – FAQ häufig gestellter Fragen

Tapeten liegen wieder im Trend. Wer in eine neue Wohnung zieht oder seine alte renoviert, greift mittlerweile immer häufiger zu Tapeten mit schönem Muster statt zu Farbe und Pinsel. Immerhin gibt es bei den Bahnen mittlerweile eine große Auswahl an Mustern. Vor allem Vliestapeten liegen im Trend. Viele sehen beim Tapezieren aber nur die viele Arbeit - dabei muss das gar nicht so sein. Ein Raum lässt sich beinahe ebenso schnell mit neuer Tapete bekleben wie mit neuer Farbe streichen, wenn ein paar Dinge beachtet werden. Der folgende Text beantwortet die häufigsten Fragen rund ums Tapezieren.

  1. Was brauche ich zum Tapezieren?
  2. Wie muss der Untergrund vorbereitet werden?
  3. Wie muss ich den Kleister aufbringen?
  4. Wie werden die Bahnen an der Wand wirklich gerade?
  5. Was muss ich beim Tapezieren der Decken beachten?
  6. Wie entferne ich Blasen?
  7. Was ist der Vorteil von Vliestapeten?

1. Was brauche ich zum Tapezieren?

Das richtige Werkzeug ist wichtig für ein optimales Ergebnis beim Bekleben der Wände und Decken. Der Heimwerker benötigt deswegen eine relativ große Ausstattung: Tapeziertisch, Leiter, Quast und Eimer, Tapezierbürste, Zollstock, Bleistift, Tapetenschere, Cuttermesser, Tapezier-Tippseine Wasserwaage und natürlich die gewünschte Tapete. Verschiedene Muster und auch extravagante Designs finden Heimwerker beispielsweise unter www.tapetenagentur.de. Wer diese Dinge nicht hat, kann sie sich zum Teil auch ausleihen. Im Internet gibt es meist einige Angebote, beispielsweise zum Mieten von Tapeziertischen. Sind alle Werkzeuge vorhanden, muss noch der Untergrund vorbereitet werden, ehe es an das Aufkleben der neuen Tapete geht.

Zum Tapezieren ist einiges Werkzeug nötig, damit die neue
Wandbekleidung perfekt angebracht werden kann.

2. Wie muss der Untergrund vorbereitet werden?

Wer in alten Häusern die Tapeten von der Wand reißt, findet darunter oft noch welche aus den vergangenen Jahrzehnten. Dies ist allerdings keine gute Technik: Der Untergrund muss frei sein, damit die neue Tapete ohne Probleme aufgeklebt werden kann - und die Wand nicht mit jeder Schicht dicker wird. Der unter der Tapete liegende Putz sollte danach mit einer dünnen Kleistermischung vorgekleistert werden, damit die neuen Bahnen gut darauf haften können. Wenn die Wand gestrichen wurde, muss die Farbe vorbereitet werden, damit der Kleister darauf hält. Bei Leimfarben ist dies einfach: Die Wand muss einfach mit Wasser und Lösungsmittel abgewaschen und danach mit lösemittelfreiem Tiefengrund behandelt werden. Löcher, Risse und größere Unebenheiten sind mit Füllspachtel zu bearbeiten, um die Stellen zu glätten. Sollte Schimmel aufgetreten sein, ist dieser zu entfernen und der Untergrund danach zu reinigen.

3. Wie muss ich den Kleister aufbringen?

Wenn der Untergrund vorbereitet und alle Werkzeuge beisammen sind, wird es Zeit, die Tapetenbahnen einzukleistern. Die einzelnen Bahnen werden vorher von der Rolle zugeschnitten. Dazu ist der Zollstock nötig: Die Wand wird von oben nach unten gemessen. Beim Zuschneiden werden noch drei bis fünf Zentimeter dazugegeben, damit die Bahn später bündig oben und unten abgeschnitten werden kann. Nach dem Zuschneiden wird die Bahn der Länge nach auf den Tapeziertisch gelegt, mit der Unterseite nach oben, und komplett eingekleistert. Danach wird ein Ende zu zwei Dritteln umgeschlagen, das andere zu einem Drittel. Wichtig ist, dass kein Stück Kleister unbedeckt ist, damit dieser in der Einwirkzeit nicht eintrocknet. Die Einwirkzeit beträgt je nach Kleister und Tapete zehn bis fünfzehn Minuten.

4. Wie werden die Bahnen an der Wand wirklich gerade?

Die Wasserwaage kommt zum Einsatz, damit die Tapetenbahnen an der Wand auch wirklich gerade werden. Dazu einfach mit der Wasserwaage einen Bleistiftstrich von oben nach unten ziehen. Entlang dieses Strichs wird die erste Bahn aufgeklebt. Die anderen Bahnen folgen dann auf Stoß. Das bedeutet, dass sich die Ränder gerade so weit Richtig tapezierenberühren, dass vom Untergrund nichts mehr zu sehen ist, sie sich aber nicht überlappen. Der eingeplante Überschuss kann sofort nach dem Aufkleben entfernt werden. Dafür ist das Cuttermesser oder die Tapezierschere gut, je nachdem was dem Heimwerker besser gefällt. Steckdosen und Lichtschalter werden allerdings erst nach dem kompletten Trocknen der Tapete an der Wand ausgeschnitten, damit ein sauberer Rand entsteht.

Wenn die erste Bahn richtig gerade sitzt, ist ein Problem,die
nachfolgenden ebenso gerade an die Wand zu bekommen.

5. Was muss ich beim Tapezieren der Decke beachten?

An sich funktioniert das Tapezieren an der Decke ebenso wie das an der Wand. Die erste Bahn wird mittels Bleistift vorgezeichnet, die anderen werden an Stoß geklebt. Allerdings ist dafür mindestens ein Helfer notwendig, der die Bahn mit festhält. Mit nur zwei Händen kann es sonst passieren, dass sie immer wieder herunterfällt.

6. Wie entferne ich Blasen?

Mit der weichen Tapezierbürste werden die Bahnen an der Wand glatt gestrichen. Dabei immer von innen nach außen streichen, damit eventuelle Luft unter der Tapete entweicht. Trotzdem kann es aber passieren, dass Blasen entstehen. Diese lassen sich zum Teil nur schlecht entfernen. Es gibt dabei jedoch einen Trick. Mittels einer Spritze, die mit Kleister aufgezogen ist, können die Blasen entfernt werden. So ein Werkzeug gibt es beispielsweise in Apotheken zu kaufen. Die Spritze einfach in die Luftblase stechen und den Kleister einfüllen. Dieser ist dann zu verteilen und überschüssiger Kleister einfach mit einem feuchten Tuch abzuwischen. Das Tuch darf aber nicht in Wasser mit Lösungsmitteln oder Seife getaucht werden, bevor es auf die Tapete kommt.

7. Was ist der Vorteil von Vliestapeten?

Vliestapeten haben einen entscheidenden Vorteil gegenüber herkömmlichen Tapeten: Sie sind sehr einfach anzubringen. Statt die Tapetenbahn einzukleistern, wird die Wand direkt mit dem Kleber bestrichen und die trockene Tapete darauf angebracht. Die Einwirkzeit entfällt. Gegen Blasen hilft diese Technik aber nicht, hier ist wieder die Tapezierbürste oder eine Moosgummirolle angebracht, um diese zu entfernen. Oder, wenn es gar nicht anders geht, die Kleisterspritze.

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Fotos: Jetti Kuhlemann / pixelio.de; Petra Engeljehringer / pixelio.de


 
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