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Wischtechnik – Wände wie gemalt

redakteur
LupeWischtechnik – Wände wie gemalt

Eigentlich sind es Kunstmaler, die mit Farbpigmenten arbeiten. Pigmente sind sehr ergiebig und bilden die Basis jeder Farbe, die für die unterschiedlichen Maltechniken mit verschiedenen Ingredienzen angemischt wird. Bei der hier gezeigten Technik haben Sie mehr Einfluss auf die Wirkung der Flächen als im vorigen Beispiel mit der Fertiglasur, aber natürlich auch etwas mehr Arbeit.

Zuerst die Pigmente mit Wasser einsumpfen. Bilden diese dabei Klümpchen, fügen Sie einen Spritzer Brennspiritus hinzu und rühren nochmals um. Dann Rein-Acrylat als Bindemittel und Tylose als Verdicker zugeben. Setzen Sie den Verdicker am Abend vorher an, da er Zeit braucht, tapetenkleisterähnlich anzuziehen. Die handelsüblichen 100g reichen für 3Liter, Sie brauchen jedoch nur 1 bis 3 Teelöffel.

Kreuzweise aufstreichen

Die fertige Lasur tragen Sie locker aus dem Handgelenk immer linksrechts kreuzförmig auf. Die entstehenden Unregelmäßigkeiten machen den Charme der Oberfläche aus. Am besten, Sie probieren es vorher mal an einer Wand oder auch auf einem größeren Bogen Papier aus.

Sind alle Flächen mit der Farbschicht versehen, ist die erste vermutlich schon bereit für den nächsten Anstrich. Dazu ein wenig Weiß, Blau oder Schwarz beimischen, je nachdem, ob Sie die Wand etwas heller, kräftiger oder gedeckter wünschen. Auch diesen Farbton probeweise auftragen und trocknen lassen.

Wirkung durch Schichtung

Dann gehts in gleicher Weise wieder von vorn los. Sofort sichtbares Ergebnis: Die Farbfläche wirkt weicher. Eine dritte Farbschicht – wir haben eine Fertiglasur in Korall aus dem Baumarkt passend zur Wand gegenüber ge-wählt – bringen Sie nicht flächendeckend auf. Sie wird nur noch punktförmig eingestreut. Die Punkte entstehen, wenn Sie zwei Streichkreuze übereinander auftragen, und zwar 45° gegeneinander gedreht. Weitere Gestaltungstipps finden Sie übrigens unter Dekorative Welt auf www.farbqualtitaet.de.


 
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