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Alles zur Baufinanzierung

LupeAlles zur Baufinanzierung

Das Eigenheim finanzieren

Die Zinsen sind gerade so niedrig wie schon lange nicht mehr. Daher möchten zahlreiche Personen nun die Chance nutzen, sich mit einer günstigen Finanzierung den lang ersehnten Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Schließlich hat der Großteil der deutschen Bevölkerung für die eigene Zukunft vor allem den einen Wunsch: Die eigene Altersvorsorge in Form eines Eigenheims.

Doch Experten warnen davor, sich nun aufgrund der besonders niedrigen Zinsen voreilig zu entscheiden, denn das kann auch nachteilig sein. Jetzt abgeschlossene Kredite laufen rund zehn bis fünfzehn Jahre. Doch das gekaufte Haus oder die Wohnung sind bis dahin in der Regel noch nicht abbezahlt. Ein neuer Darlehensvertrag muss abgeschlossen werden. Womöglich müssen dann deutlich höhere Zinsen gezahlt werden, was den Bauherrn finanziell belasten kann. Die eigene finanzielle Situation genau zu kennen, ist also auch in Zeiten niedriger Zinsen essentiell.

Wichtig ist zudem, optimal vorbereitet zu sein; also den möglichen Vertragspartner, das Bauunternehmen oder auch die kreditgebende Bank bezüglich deren Fachkompetenz und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit im Voraus zu beurteilen. Die Beratungsqualität des jeweiligen Unternehmens und mögliche Referenzen, die diese aufweisen, sind behilflich bei der Entscheidung.

Zusätzlich sind die nachfolgenden Aspekte vor der Erfüllung des Traums vom Eigenheim zu beachten:

Die Bauplanung

Die Bauplanung beinhaltet verschiedene Schritte. Zunächst müssen zukünftige Bauherren auf Grundstücksuche gehen. Dabei gilt es, die Bedürfnisse und Wünsche der eigenen Familie zu berücksichtigen. Außerdem sollten im Voraus einer Entscheidung Fragen wie, ob bereits ein gültiger Bebauungsplan besteht und wenn ja, ob sich das eigene Traumhaus, dann wie vorgesehen bauen lässt, geklärt werden. Sich zusätzlich den Flächennutzungsplan für die Umgebung anzuschauen, ist wichtig, da dieser die eigene Planung ebenfalls einschränken kann. Ist ein passendes Grundstück gefunden, steht die Entscheidung zu den unterschiedlichen Hausformen an. Ob ein Einfamilienhaus oder ein Doppelhaus beispielsweise gebaut werden soll, liegt in der Hand des Bauherrn. Weitere mögliche Hausformen und die entsprechenden Informationen dazu finden sich bei Architekten, Bauunternehmen oder auch im Internet auf Immobilien- und Informationsportalen wie unter anderem auf immobilienscout24.

Auch das Kettenhaus, das Reihenhaus, das Gartenhofhaus oder das Stadthaus können Alternativen zu den klassischen Hausformen Einfamilienhaus und Doppelhaus sein. Der Entscheidung für eine Hausform folgt die für eine Bauweise. Beispielsweise wird zwischen Massiv- und Fertighaus unterschieden.

Weitere zur Bauplanung gehörende Aspekte sind die folgenden:

  • Die Bauteile, wie Dacharten, Fenster, Gauben, Balkon, Treppen und Türen.
  • Die Wohnfläche, also wie groß soll das Eigenheim später sein.
  • Welche Energiestandards müssen eingehalten werden?
  • Welches Energiekonzept und welche Heizanlage werden gewählt?

Gezielte Baubeschreibung

Wer sich keine ausreichenden Gedanken über Wohnfläche, Grundriss und Bauweise des zukünftigen Hauses macht, kann auch die Vertragspartner nicht genügend informieren. Zusätzlich ist eine maximale Kostengrenze sinnvoll. An dieser können sich die Vertragspartner ausrichten. Die zukünftigen Bauherren sollten außerdem ein besonderes Augenmerk auf die Bau- und Leistungsbeschreibungen legen. Essentiell ist dabei eine genaue Beschreibung des Leistungsumfangs. Zusätzlich sollten Art und Qualität der Baustoffe, Materialien und des Ausstattungsgrades angegeben sein. Diese Aspekte sind der Hauptbestandteil eines Bauvertrags und bedürfen daher einer genauen Betrachtung und der genauen Verhandlung mit dem Vertragspartner. Bauherren, die davon wenig oder sogar gar keine Ahnung haben, werden die schlechteren Bedingungen für das eigene Traumhaus aushandeln und sollten auf das Urteil eines Fachmanns vertrauen.

Die Kalkulation der Kosten

Beim Hausbau dreht sich beinahe alles um das Thema Finanzierung. Allerdings stimmt oft die Kalkulation der Kosten, wie diese in den Bauverträgen durch die Baufirmen angegeben wird, nur in seltenen Fällen wirklich mit der realistischen Situation überein. In einigen Fällen müssen Bauherrn im Endeffekt noch bis zu 50.000 Euro draufzahlen. Grund dafür ist, dass essentielle Vorgänge wie der Erdaushub nicht Bestandteil der Kalkulation sind. Außerdem beinhalten immer mehr Bauverträge eine Klausel für Änderungsvorbehalte. Damit sichern sich die Baufirmen dahingehend ab, auch noch nachdem die Kalkulation steht, zusätzliche Kosten hinzuzufügen. Ganze 76 Prozent aller Bauverträge weisen diese Klausel auf, wie der Verband Privater Bauherren (VPB) bekannt gab. Es ist also essentiell, vor der Unterzeichnung des Bauvertrags die angegebene Kalkulation zu prüfen. Diese sollte nicht nur realistisch, sondern auch marktgerecht sein. Sind bei einer Kalkulation Vorauszahlungen inbegriffen, ist das ebenfalls alles andere als seriös und sicher. Experten warnen davor, auf solche Vorauszahlungen einzugehen. Einen Vertrag, in dem dies steht, sollte demnach kein Bauherr unterzeichnen. Im Grunde gilt nur die Zahlung nach Baufortschritt und tatsächlich erbrachter mängelfreier Leistung. Aufgrund der Kalkulation, die im Bauvertrag beschrieben ist, ergibt sich die Höhe des Kredites, den Bauherren benötigen. Ist diese Kalkulation fehlerhaft, können zusätzliche Kosten auf den Bauherrn zukommen, die nicht einkalkuliert sind.

Die Baufinanzierung

Da Stiftung Warentest ohnehin berichtete, dass die günstigen Zinsen, mit denen die Banken zurzeit werben, nur dann gelten, wenn der Kreditnehmer selbst 40 Prozent des benötigten Kapitals zum Immobilienpreis dazu steuert, ist es ohne genügend Startkapital auch nicht möglich, sich diese zu sichern. Bauherren können sich demnach Zeit lassen mit der Planung des eigenen Traumhauses. Gelangt man dann jedoch an die Finanzierung, ist es wichtig essentielle Kosten wie die anfallenden Nebenkosten zu berücksichtigen. Diese können leicht in die Höhe steigen, denn dazu zählen sowohl die Kosten für den Notar, den Grundbucheintrag als auch die Grunderwerbssteuer. Für den Grundbucheintrag müssen zukünftige Hausbesitzer mit 1,5 Prozent des Kaufpreises rechnen und bei der Grunderwerbssteuer sogar mit 3,5 Prozent des Kaufpreises. Um von den derzeitigen günstigen Zinsen zu profitieren, sollte auf eine lange Zinsbindungsfrist geachtet werden. Allerdings kostet eine längere Zinsbindungsfrist auch mehr für den Bauherrn. Jedoch würden die irgendwann ansteigenden Zinsen einen deutlich höheren Betrag ausmachen, weswegen die längere Zinsbindungsfrist sich durchaus lohnt. Hilfreiche Informationen auch zum Thema Baufinanzierung oder allgemein dem Hausbau finden zukünftige Bauherren bei stationären Informationsstellen. Die BAFA, die Beratung von Haus- und Wohnungseigentümern, beispielsweise bieten Beratung im Bereich Energieversorgung an und sogar Zuschüsse für umweltfreundliches Heizen. Hilfreich bei der Baufinanzierung kann außerdem ein KfW-Kredit sein. Die KfW ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau und ermöglicht über das sogenannte KfW – Wohneigentumsprogramm Kredite für den eigenen Hausbau. Dieser wird über die eigene Bank beantragt. Diese kann Bauherrn dazu also auch die nötigen Informationen bieten.

Laut Experten sollen die Zinsen auch in naher Zukunft nicht drastisch ansteigen. Denn Inflation sei zunächst einmal nicht zu erwarten und auch die Wirtschaft bleibe schwach. Eine sorgfältige Planung und das Aneignen einiger Kenntnisse kann dem Bauherren zusätzlich noch einmal eine gewisse Ersparnis beim Bau des Traumhauses einbringen.

Fotos: commons.wikimedia.org © Ewald Brandner (CC0 1.0); flickr.com © DAVINCI Haus (CC BY 2.0)


 
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