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Sprossenfenster: Kleine Typenkunde
Glasteilende Sprossen (echte Sprosse)
Echte Sprossen teilen die Fensterfläche in mehrere Felder, die jeweils einzeln mit (Isolier-)Glasscheiben gefüllt werden. Das wärmetechnisch optimierte Sprossenkreuz wird hierbei stabil im Fensterflügel verankert. Dieses Sprossensystem kommt den historischen Vorbildern am nächsten. Aufgrund der notwendigen Mindest-Abdeckung (Überlappung der Sprossen über die Isolierglasscheibe) sind glasteilende Sprossen erheblich breiter als innenliegende oder aufgesetzte Sprossen.
Vor der industriellen Fertigung von Glas war es kaum möglich, großformatige Glasscheiben herzustellen. Um dennoch große Fensteröffnungen verglasen zu können, entwickelten Handwerker verschiedene Techniken, um dennoch viel Licht ins Haus holen zu können. Butzenscheiben, bleigefasste Kirchenfenster oder eben auch gesprosste Wohnhaus-Fenster. Die Querstreben teilten den Fensterflügel ind kleinere Einheiten, die dann einzeln verglast wurden.
Heute finden Sprossenfenster überwiegend n der Denkmal-Sanierung Verwendung. Im Neubau dienen sie eher als Schmuck und befriedigen bei vielen Bauherrn eine Sehnsucht nach einem romantischen Leben auf dem Land.
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