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Gut durchdacht – Platzreserve unter Sparren (2)

redakteur
Gut durchdacht – Platzreserve unter Sparren (2)



Baurechtliche Planungen
: Verpflichten Sie beim Selbstausbau des Dachgeschosses besser einen Architekten. Auch wenn ein Dachausbau nicht genehmigungspflichtig ist, verbleibt die Haftpflicht für eventuelle Schäden sonst beim Hausbesitzer.

Der Architekt oder Bauplaner macht eine Bestandsaufnahme, bei der statische Belange sowie Wärme- und Brandschutz Berük-ksichtigung finden, und natürlich wird der Dachstuhl genau unter die Lupe genommen. Sind alte Zeichnungen vorhanden, werden diese ergänzt. Besonders die Sparrenabstände, die Querschnitte und die Balkenlage sowie einzelne Sparren, Pfetten, Stiele, Kopfbänder, Zangen etc. sind zu dokumentieren. Dann werden verschiedene Handwerker hinzugezogen. So prüfen Sanitär- und Heizungsfachleute die Anschlussmöglichkeiten an die vorhandene Be- und Entwässerung sowie die Möglichkeit der Erweiterung der Heizungsanlage.

Weiterhin sind zu überprüfen:

-Abstandsflächenregelung (3 m zum Nachbarn), Überschreitung der Geschossflächenzahl (GFZ: Die Zahl steht für das zulässige Maß der Nutzung eines Grundstücks, das heißt, sie gibt an, wieviel Geschossfläche auf einem Grundstück realisiert werden darf)

-Nachweis von zwei Fluchtwegen (Treppe und Balkon, Terrasse und Dachausstieg oder Anleiterungsmöglichkeit der Feuerwehr an Fenster oder Dach)

-Stellplatznachweis für Autos (werden nicht mehr in jedem Fall verlangt), Genehmigungspflicht denkmalgeschützter Bauwerke (hier sind Aus-, An- und Umbauten genehmigungspflichtig)

-Genehmigungspflicht denk-malgeschützter Bauwerke (hier sind Aus-, An- und Umbauten genehmigungspflichtig).

Sonstiger Ausbau

Eine notwendige Treppe, die sogenannte Haupttreppe, ist gesetzlich vorgeschrieben mit einer Mindestbreite von 80 cm (bei zwei Wohnungen im Dachgeschoss sogar 90 cm). Raumspartreppen sind für ein voll ausgebautes Dachgeschoss nicht gestattet (nur als Zweittreppe). Spindeltreppen sparen Raum, führen jedoch zu Problemen beim Möbel-transport nach oben.

Treppen zum Dachgeschoss sollten so geplant sein, dass keine zusätzlichen statischen Veränderungen auf der darunter liegenden Decke erforderlich sind. Sie sollten also möglichst dicht antragenden Wänden montiert werden, oder Sie planen relativ leichte Treppen ein. Denn wenn die Statik des Wohngebäudes geändert werden muss, ist in jedem Fall eine Baugenehmigung einzuholen.

Planen Sie eine komplette Wohnung mit WC und Küche im Dach einzurichten, sollten die entsprechenden Räume möglichst an den Stellen liegen, an denen sich auch die vorhandenen Versorgungsleitungen befinden. So sollte beispielsweise der neue Toilettenraum über der unteren Toilette liegen. Wird eine separate oder auch neue Heizung gewünscht, ist eine Brennwerttherme mit einer kurzen Abgasleitung zu empfehlen. Möchten Sie einen Kamin einbauen, muss ein gesonderter Schornsteinzug vorhanden sein. Dachbalkone sowie Dacheinschnitte als Terrasse sind in jedem Fall eine bauliche Nutzungsänderung und damit genehmigungspflichtig.

Die Decke muss auch die neuen Verkehrslasten von Innenwänden aufnehmen. Sie sollte stets vom Statiker oder vom Holzfachmann auf ihre Tragfähigkeit hin überprüft werden. Oft sind die Deckenauflagen verrottet; Balkenköpfe sind notfalls anzuschuhen.

Für den Trittschallschutz sind Trockenschüttungen oder schwimmende Estriche mit einer Dämmlage gut geeignet. Die Innenwände führen Sie am besten als Montagewände in Trockenbauweise aus. Und denken Sie daran, dass die Dämmung auch gesetzgeberischen Forderungen entspricht (nähere Informationen auf den kommenden Seiten).

Fazit: Es ist besser, einen Architekten oder Bauplaner einzubeziehen und in jedem Fall eine formlose Bauvoranfrage zu stellen, bevor man loslegt.

Was fordert die EnEV 2002? Und was fordert der Gesetzgeber?


 
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