history back
ANZEIGE
Mehr Artikel zum Thema
Neubau & Planung
ANZEIGE
Wandgestaltung (Anzeige)
WandgestaltungNeue Atmosphäre ins Haus holen »
Wir helfen bei Ihrem Umzug!
Zum UmzugsratgeberDer große Ratgeber zum Thema Umzug »
Hausbau: Sichern Sie den Wert Ihrer Immobilie
Neubau & Planung
Hauswert sichern
mehr »
Hausbau: Kaufvertrag fürs Haus sorgfältig prüfen
Neubau & Planung
Haus kaufen
mehr »
ANZEIGE
Zu den Kommentaren (1)

Haus kaufen

bauidee
LupeHaus kaufen

Bauspartarife sind heute einfacher und flexibler denn je. Ein Vertragsabschluss lohnt in Zeiten günstiger Alternativkredite aber nicht mehr. Gute Beratung ist oft schwer zu finden. Aber Vater Staat unterstützt Bausparer durch Zuschüsse.

Wer ein Haus kaufen will, für den ist Bausparen weiterhin attraktiv: Allein im vergangenen Jahr konnten die deutschen Bausparkassen rund drei Millionen Neuverträge abschließen. Damit steigt die Zahl der bestehenden Bausparverträge auf über 31 Millionen – fast jeder dritte Deutsche besitzt einen, manche sogar mehrere – nicht jeder will damit ein Haus kaufen. Das Grundprinzip des Bausparens ist denkbar einfach. Den Grundstock des später benötigten Geldbetrages spart der Bauherr in Raten an, den Rest gibt es als Kredit.

Die Höhe der Ansparleistung beträgt meist vierzig bis fünfzig Prozent der vertraglich vereinbarten Bausparsumme. Ist das Mindestsparguthaben erreicht, kommt der Vertrag in die Zuteilung, und die Bausparsumme kann ausgezahlt werden. Anschließend beginnt die Rückzahlung des Kredits. Die Monatsraten setzen sich aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil zusammen. Sondertilgungen sind jederzeit möglich. Zu den Vorteilen des Bausparens gehört die langfristige Planungssicherheit: Die monatlichen Belastungen während der Ansparphase und der Rückzahlungsphase stehen vom ersten Tag an fest.

Mehr zum Thema Haus kaufen

Viele Bausparer profitieren zudem von staatlichen Fördergeldern, vor allem, wenn sie nur über ein geringes Jahreseinkommen verfügen. Eines der Hauptargumente für den Bausparvertrag hat jedoch mittlerweile an Schlagkraft verloren: der geringe Darlehenszins. Die klassischen Hypothekendarlehen von Banken und Sparkassen gibt es derzeit nämlich immer noch zu günstigen Bedingungen. Wer jetzt einen Bausparvertrag abschließt, sollte also von vornherein mit dem spitzen Stift rechnen und die Angaben der Bausparkassenmitarbeiter, die nach Erfahrung von Verbraucherschützern oft nur lückenhaft argumentieren, genau hinterfragen. Eine frühzeitige Beratung durch einen unabhängigen Baufinanzierungsexperten schützt vor unliebsamen Überraschungen.

Bausparvertrag, um ein Haus zu kaufen

Mehr zum Thema

Auch sonst gibt es beim Bausparen einiges zu beachten. Ist der Vertrag zuteilungsreif, bedeutet dies nicht, dass die vereinbarte Summe sofort ausgezahlt wird. Statt dessen kommt der Bausparer auf eine Liste all derjenigen, die sich ebenfalls das Recht auf Zuteilung erspart haben. Die Reihenfolge bei der Verteilung der Gelder hängt maßgeblich von der Sparleistung und den gutgeschriebenen Sparzinsen ab. Wie lange der Bauherr auf sein Geld warten muss, lässt sich im Vorfeld nur schwer absehen. Ein wichtiger Anhaltspunkt ist die Bewertungszahl. Je höher diese Ziffer, desto rascher fließt die Bausparsumme auf das eigene Konto. Die Rahmenbedingungen für die Zuteilung sollten Bausparer noch vor Vertragsunterzeichnung klären und sich Modelle für verschiedene Laufzeiten vorlegen lassen.

Kaum ein Bauherr kann sich im Vorfeld festlegen, wann genau er das Haus kaufen oder bauen möchte. Oft helfen auch Sonderzahlungen, die Wartezeit abzukürzen. Geld von der Bausparkasse gibt es nicht zum Nulltarif. So müssen Kunden beispielsweise bei einem Vertrag über 30 000 Euro zwischen 300 und 480 Euro allein für den Abschluss berappen. Kommt es Jahre später zur Darlehensvergabe, können durchaus weitere 300 Euro an Extragebühren fällig werden. Diese Gebührenpraxis steht immer wieder in der Kritik.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat ein Abmahnverfahren gegen drei ausgewählte Bausparkassen gestartet, um die umstrittenen Kosten, die vor allem bei bereits laufenden Verträgen zu Buche schlagen, rechtlich auf den Prüfstand zu stellen. Bei Neuverträgen fallen die Darlehensgebühren in vielen Fällen mittlerweile weg. Eine endgültige juristische Entscheidung durch den Bundesgerichtshof wird in zwei bis drei Jahren erwartet. Sollten sich die Verbraucherschützer vor Gericht durchsetzen, könnten Millionen Bausparer davon profitieren.

Wahl der Bausparkasse

Die beste Bausparkasse gibt es nicht, sondern nur den auf die persönlichen Bedürfnisse am besten zugeschnittenen Tarif. Die Auswahl an Produkten am Markt ist so groß wie nie, die Modelle werden immer fl exibler. Nicht jeder, der einen Bausparvertrag abschließt, muss ein Haus bauen oder kaufen wollen. Auch als Geldrücklage für Instandsetzungs-, Modernisierungsoder Energiesparmaßnahmen an einer Immobilie kann sich ein Bausparvertrag lohnen. Bei geringen Kreditsummen von etwa 10 000 Euro winken Banken und Sparkassen nämlich meist ab.

Foto: Schwäbisch Hall, Text: Ute Schmidt

EXPERTENTIPP: Konditionen bis zum Ende durchrechnen

Christian Schmid-Burgk, Baufinanzierungsexperte der Verbraucherzentrale Hamburg

Die Bausparkassen werben immer wieder mit Superzinssätzen für ihre Kredite. Die schlechten Zinskonditionen in der Ansparphase fallen bei vielen Beratungsgesprächen allerdings unter den Tisch. Wenn Sie diese Zahlen bei den heutigen Zinskonditionen auf dem allgemeinen Finanzmarkt gegeneinander abwägen, lohnt sich das Bausparen oft nicht. Sie verlieren in der Sparphase zu viel Boden, als dass Sie den in der Darlehensphase wieder gut machen können. Hinzu kommt die hohe Tilgung. Das ist vielen Leuten bei Vertragsabschluss gar nicht bewusst.

Die Belastungen durch die Rückzahlung eines Bausparkredits sind fast doppelt so hoch wie bei einem normalen Tilgungsdarlehen einer Bank. Die Mittelverdiener als typisches Zielpublikum der Bausparkassen sind mit solch einer hohen Tilgung eigentlich völlig überfordert. In die Beratungsstellen der Verbraucherzentralen kommen nicht selten Leute, die über zehn Jahre mühsam dicke Summen in ihren Bausparverträgen angespart haben und nun Guthaben und Darlehen sinnvoll in ein Baufi nanzierungskonzept integrieren wollen. Oft müssen wir feststellen, dass das gar nicht geht, weil die monatlichen Ratenzahlungen zu hoch sind. Den Leuten bleibt meist nichts anderes übrig, als sich das Bausparguthaben auszahlen zu lassen und als Eigenkapital für eine Fremdfi nanzierung durch Bank oder Sparkasse einzusetzen.

Unterm Strich steht die Erkenntnis, dass sie einen schlechten Sparvertrag abgeschlossen haben, für den sie auch noch eine Abschlussgebühr bezahlt haben.


 
×
Warum möchten Sie diesen Beitrag melden?
Danke für Ihre Nachricht. Wir werden den Beitrag prüfen und ggf. löschen.
Schließen
Kommentare

Finanzieren ist ein wichtiger Aspekt beim Hauskauf. Hier findet man mehr Infos zum Thema. Ich fand die unter Stichwort Immobilien und Recht sehr gut http://www.architektur-welt.de/aluminium-lochbleche-dynamischer-sonnensc...

Kommentar hinzufügen
Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben.