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Dübel

redakteur
LupeDübel

Will man schwere Lasten (wie Gardinenstangen oder Küchenschränke) an der Wand oder Decke befestigen, sind Schraubverbindungen die beste Lösung: Damit die Schraube aber in Mauerwerk oder Beton hält, wird ein Dübel benötigt. Erst der Dübel gibt der Schraube festen Halt und sorgt für den nötigen Kraftschluss. Erfahren Sie, was Sie bei Auswahl und Anwendung von Dübeln wissen sollten! 

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Der Dübel ist ein universeller Helfer beim Bauen und Renovieren: Der Kunststoffdübel stammt wie sein Kollege der Holzdübel aus der Verbindungstechnik – unterscheidet sich in der Funktionsweise aber signifikant von diesem. Stellt der Holzdübel – ähnlich wie ein Nagel – die Verbindung zweier Bauteile selbst her, wird der Kunststoffdübel dort eingesetzt, wo Materialien verbunden werden sollen, in die sich eine Schraube nicht unmittelbar eindrehen lässt (= Beton, Mauerwerk, aber auch Gipskartonplatten).

So funktioniert ein Dübel

Der Dübel sorgt dafür, dass die Schraube fest im Bohrloch verankert ist – nur so kann die Last (z. B. des Regals) sicher auf die Wand übertragen werden. Daher ist es wichtig, dass Bohrloch und Dübel zueinander passen: Der Dübel soll – auch ohne Schraube – stabil im Bohrloch sitzen. Lässt er sich im Bohrloch drehen, ist das Loch zu groß bzw. der Dübel zu klein. Können Sie den Dübel nur mit Gewalt ins Bohrloch schlagen, ist das Loch zu klein!

Steckt der passende Dübel (Bohrdurchmesser und Bohrlochtiefe sind auf der Verpackung engegeben!) im Bohrloch, wird eine geeignete Schraube eingedreht – sie muss je nach Wandbeschaffenheit den richtigen Durchmesser und Länge haben. Dringt die Schraube nun immer tiefer in den Kunststoffdübel ein, spreizt sich der Dübel und verpresst sich im Bohrloch. So entsteht ein reibschlüssiger Kraftschluss zwischen Dübel und Mauerwerk. In Hohlräumen (z. B. bei Hochlochziegeln oder hinter Gipskartonwänden) verknotet sich das Material des Dübels, so dass die Schraube durch sogenannten Formschluss gegen Herausziehen gesichert ist.

Spezialfall: Hohlraumdübel

Für leichte Lasten (wie Bilder etc.) gibt es im Trockenbau spezielle Gipskarton-Dübel. Sie sehen wie aufgedunsene Schrauben aus und schrauben sich selbstständig in die Gipsplatte. Sollen hingegen schwere Lasten an einer Metallständerwerkwand oder in einer abgehängten Decke befestigt werden, muss ein Hohlraumdübel zur Anwendung kommen. Diese Dübel sind auch al Federklappdübel oder Kippdübel bekannt. Das Funktionsprinzip ist stets dasselbe: Im Hohlraum hinter der GK-Beplanung klappen zwei Stahlflügel auf und sichern den Dübel gegen das Herausrutschen aus der Wand.

Mehr zum Thema Befestigungstechnik und Beschläge finden Sie hier >>

Geschichte des Fischer-Dübels

Ehe der moderne Schraubdübel erfunden worden war, behalf man sich mit verschiedenen Methoden, um Schrauben in der steinernen Wand zu befestigen: Zum Beispiel wurden Holzstücke in die Mauer eingegipst oder eingemörtelt, in die eine Schraube eingedreht werden konnte. Auch schlug man zunächst Holzdübel in Bohrlöcher, um darin eine Holzschraube zu befestigen.

1910 erfand der Brite John Joseph Rawlings den ersten industriell gefertigten Spreizdübel – aus Hanfschnur und Tierblut bestand dieser frühe Vorläufer des Kunststoffdübels. Schließlich entwickelte der Patente-König Artur Fischer – auch Erfinder der Fischer Technik-Baukästen –  1958 den modernen Universaldübel aus Kunststoff, wie wir ihn heute kennen.


 
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