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Trink- und Abwasserleitungen: Das Trinkwassernetz

redakteur
LupeTrink- und Abwasserleitungen: Das Trinkwassernetz

Spätestens, wenn das alte Leitungsnetz marode geworden ist, müssen neue Trinkwasserleitungen verlegt werden. Aber auch, wenn sich die Nutzungsbedingungen verändert haben – es soll
z. B. ein großes Bad im ehemaligen Kinderzimmer eingebaut werden – ist es oft erforderlich, neue Trinkwasserleitungen zu installieren. Mit diesen Systemen ist das für geübte Heimwerker leicht selbst zu erledigen ...

Bedenken Sie vor der Installation die Risiken:

Ihnen sollte klar sein, dass Schäden auf Grund fehlerhafter Installationen von keiner Versicherung erstattet werden. Führt ein Sanitärinstallateur die Arbeiten durch, steht dieser in der Gewährleistung. Man sollte also schon akkurat arbeiten und ein System wählen, das sich leicht verlegen lässt.

Die Heimwerker-Systeme:

Trink- und Abwasserleitungen: Das Trinkwassernetz

Das Löten von Trinkwasserleitungen aus Kupfer zählt sicher nicht dazu. Die Verbindung von metallischen Rohren mittels Pressfittings geht schon einfacher, verlangt aber auch Spezialwerkzeug. Gerade Laien sollten deshalb zu Kunststoffsystemen greifen. Die korrosionsbeständigen Rohre haben ein geringes Gewicht, sind relativ flexibel, wärme- und schalldämmend, und sie lassen sich je nach System stecken, schrauben oder kleben. Spezielle Fittings erlauben auch die Verbindung mit bestehenden Kupferrohren.

Die verschiedenen im Baumarkt erhältlichen Leitungssysteme funktionieren alle ähnlich. Meist werden die Kunststoffrohre mittels Fittings zusammengesteckt und mithilfe von Überwurfmuttern wasserdicht fixiert. Als Werkzeug wird nur eine Kunststoffrohrschere benötigt. Die Anschlüsse erfolgen per Steckverbindung, zum Beispiel so:

     

    Trink- und Abwasserleitungen: Das Trinkwassernetz

     

  • In das abgelängte Kunststoffrohr wird zuerst die sogenannte Stützhülse 1 eingeschoben. Sie verhindert, dass das Rohrende sich verformt und dadurch der Anschluss undicht wird.
  • Dann schiebt man die Überwurfmutter 4 über das Leitungsrohr.
  • Im Inneren der Überwurfmutter stecken ein O-Ring und ein Distanzring 3, die automatisch über die Trinkwasserleitung geschoben werden,
  • ehe als letztes Glied die Haltekralle 2 aufgeschoben wird.
  • Schraubt man nun die Überwurfmutter fest auf das Gewinde des Wasseranschlusses, zieht sich die Haltekralle fest und der O-Ring fungiert zusätzlich als Dichtung.


Im rechten Teil der Grafik sehen Sie die Verbindung in fixiertem Montagezustand.

Übrigens: Trinkwasserleitungen müssen die Zulassung des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) aufweisen. Achten Sie auf ein entsprechendes Siegel – beim heutigen Angebot an Billigprodukten ist eine deutsche Zulassung nicht selbstverständlich.

Verlegerichtlinien: Trinkwasserleitungen werden mit Steigung und rechtwinklig zu Wänden und Decken verlegt. Sie dürfen nicht durch Schornsteine, Außenwände, Lüftungs- oder Müllschächte geführt werden. Empfehlenswert sind Etagenverteiler. Hier münden die vom Hausanschluss und der Heizung kommenden Leitungen und können dann separat zu den Entnahmestellen weitergeführt werden. Vorteile: Die Leitungsführung wird übersichtlich, und bei Reparaturen lassen sich auch einzelne Leitungen absperren.

Hier beispielhaft einige System für den DIY-Einsatz:

 

Trink- und Abwasserleitungen: Das TrinkwassernetzDreMa

Anwendung: Trinkwasser- und Heizungsanbindungssystem
Material (Rohr): Polyethylen (PE) / Aluminium
Material (Fitting): Messing
Verbindungsart: Schraub-/Klemmverbindung
Nennweite DN*: 16/20/26 mm
Ca.-Meterpreis (nur Rohr): 3,5 bis 7,5 Euro

Trink- und Abwasserleitungen: Das TrinkwassernetzStecMa

Anwendung: Trinkwassersystem
Material (Rohr): Polybuthylen (PB)
Material (Fitting): Polybuthylen (PB)
Verbindungsart: Steckverbindung
Nennweite DN*: 16/25 mm
Ca.-Meterpreis (nur Rohr): 2,5 bis 5 Euro

Trink- und Abwasserleitungen: Das TrinkwassernetzKWL

Anwendung: Kaltwassersystem (innen und außen)
Material (Rohr): Polyethylen (PE)
Material (Fitting): Polypropylen (PP)
Verbindungsart: Schraub-/Klemmverbindung
Nennweite DN*: 20/25/32 mm
Ca.-Meterpreis (nur Rohr): 1 bis 2 Euro

* DN = Diameter Nominale, meint die Nennweite (Anschlussmaß) von Rohren, Armaturen und Bauteilen

Alle drei Systeme stammen von Marley. Das jeweilige Funktionsprinzip ist aber übertragbar auf viele Trinkwasserleitungssysteme der meisten Hersteller.

Wie Sie Trinkwasserleitungen selbst verlegen, zeigen wir Ihnen
Schritt für Schritt hier: Das Trinkwassernetz: Leitungen selbst installieren

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