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Fliesenkleber: Flexkleber

redakteur
LupeFliesenkleber

Jede Fliese und jeder Untergrund verlangt nach einem geeigneten Fliesenkleber. Die verwirrende Kleber-Vielfalt und Produktnamen erschwert jedoch den Kauf. Wir schaffen Klarheit, damit Sie sich im Baumarkt und im Baustoffhandel besser zurechtfinden.

Fliesenkleber ist nicht gleich Fliesenkleber. Um ein optimales Ergebnis beim Fliesenlegen zu erzielen, muss der geeignete Kleber verwendet werden. Leider gibt jeder Hersteller seinen Produkten spezielle Namen, die eine Zuordnung häufig erschweren. Bei flexiblen Fliesenklebern ist es noch verhältnismäßig einfach: Meistens taucht zumindest das Wort flexibel im Produktnamen auf. Darüber hinaus sind viele Markenprodukte mit dem Flexmörtel-Logo gekennzeichnet.

Flexkleber bringt bessere Haftung

Ein Flexkleber ist quasi ein Allround-Produkt. Durch Kunststoffzusätze erhält er eine Flexibilität, die es ermöglicht, auch auf leicht kritischen Untergründen sicher Fliesen zu verlegen. Des Weiteren bewirkt die Vergütung, dass die Haftung auf sehr glatten Untergründen besser ist als mit normalem Zementkleber. Daher können auch Fliesen mit sehr dichter, glasartiger Oberfläche (z. B. Feinsteinzeug) mit Flexkleber sicher verlegt werden.

Zur Bauanleitung

Und hier sind wir schon bei einer ersten Produktbezeichnung, die für Verwirrung oder auch für Klarheit sorgen kann: Manche Hersteller haben Feinsteinzeugkleber im Programm. Diese Kleber sind in aller Regel aber nichts anderes als Flexkleber. Durch ihre Namensgebung wird dem Kunden zwar sofort klar, dass er damit den richtigen Kleber für seine Feinsteinzeugfliesen bekommt, aber nicht weniger gut kann man genau diese Fliesen mit einem als Flexkleber bezeichneten Produkt verlegen.

In jedem Fall sollte man aber keinen Billig-Flexkleber kaufen, sondern Markenware. Denn die Begriffe Flexkleber oder Flexibler Fliesenkleber allein sind kein Garant für ein entsprechend geeignetes Produkt. No-Name-Ware kann durchaus als Flexkleber bezeichnet sein, obwohl darin oft viel zu wenig Kunststoffzusätze beigemengt sind – gerade sie machen das Produkt nämlich teuer – und die DIN-Richtlinien nicht erfüllt werden. Ein ganz klares Sicherheitsrisiko. Sparen kann man an anderer Stelle.

Hat man zum Beispiel einen starren Untergrund, auf dem man Steingutfliesen verlegen möchte, reicht ein Standard-Zementkleber völlig aus (siehe auch Tabelle oben). Und dieser ist in der Regel preiswerter als Flexkleber.

Fließbett- & Natursteinkleber

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Im Bodenbereich wird es schon wieder komplizierter. Um eine volllflächige Benetzung der Fliesen sicherzustellen und das Aufbringen des Klebers zu vereinfachen, empfehlen sich hier Fließbettkleber. Manche Hersteller vergüten diese Kleber ebenfalls mit Kunststoff, sodass sie eine gewisse Flexibilität aufweisen. Andere Hersteller wiederum haben nur herkömmliche Fließbettkleber, denen man bei Bedarf separate Flexzusätze beimischen muss. Je nach Marke und Anforderung muss man also die Packungsbeschreibung genau studieren.

Das Beimischen von separaten Flexzusätzen ermöglicht im übrigen einen höheren Kunststoffanteil als bei ausgezeichneten Flexklebern. So empfiehlt zum Beispiel die Firma Knauf bei besonders kritischen Untergründen einen Zementkleber mit Flexzusatz statt eines Flexklebers. Will man Marmor oder Natursteine verlegen, muss man bei bestimmten Untergründen auch einen Flexzusatz beimischen.
Schnell- & Dispersionskleber
Innerhalb der einzelnen Gruppen wie Flexkleber und Standardkleber gibt es von vielen Herstellern auch Spezialprodukte. So bieten die meisten schnell abbindende Kleber an, die zum Beispiel als Schnellkleber oder Sicherheitskleber schnell bezeichnet werden. Diese verlangen von Fall zu Fall aber auch nach einem separaten Flexzusatz.

Neben den Zementprodukten, zu denen quasi alle Kleber von Flexbis Natursteinkleber fallen, gibt es noch die Gruppe der Dispersionskleber. Dies sind gebrauchsfertige Produkte, die direkt dem Eimer entnommen werden können. Darüber hinaus weisen sie eine hohe Anfangshaftung auf, und Fehler beim Anmischen sind hier im Unterschied zu Trockenmörteln ausgeschlossen. Ihr Nachteil: der hohe Preis.

EXPERTEN-TIPP: Flexkleber

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Nicht überall wo Flexmörtel draufsteht, ist Flexmörtel drin. Ein Flexmörtel ist ein C 2-Kleber, der zusätzlich Verformungseigenschaften aufweist. Man erkennt ihn üblicherweise an dem Flexmörtel- Logo. Bei Markenprodukten liegen Sie hier auf der sicheren Seite, nicht zuletzt, weil namhafte Hersteller von der hohen Qualität ihrer Produkte leben.

INFO-TIPP: Marke oder No-Name-Kleber?

Aus Kostengründen können wir leider keine umfangreichen Tests durchführen und diese Frage nicht konkret beantworten. Tatsache ist jedoch, dass gute Rohstoffe zur Kleberherstellung natürlich mehr kosten als minderwertiges Ausgangsmaterial. Entsprechend ist ein guter Kleber auch teurer. In jedem Fall sollte der Kleber die Anforderungen der DIN EN 12004 erfüllen und entsprechend gekennzeichnet sein. Bei Markenprodukten liegen Sie hier auf der sicheren Seite. Außerdem haben Sie beim Kauf solcher Produkte im Gegensatz zur No-Name-Ware oder manchen Handelsmarken die Möglichkeit, fachkundigen Rat am Telefon zu erhalten – viele Markenhersteller haben eigens eingerichtete technische Hotlines.


 
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Kommentare

Super Beitrag,

vielen Dank für die Mühe und die gute Erkärung.

LG Bauli
www.oktavil.com

Super Beitrag,

vielen Dank für die Mühe und die gute Erkärung.

LG Bauli
www.oktavil.com

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