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Aufbauen und entspannen
Die Sauna in den eigenen vier Wänden ist im Gegensatz zu überfüllten öffentlichen Schwitzbädern ein Garant für Ruhe und Entspannung, meist hygienischer und leichter zu erreichen! Wir zeigen den Aufbau einer mittelgroßen Sauna und sagen, wie man sich richtig gesund schwitzt Schon vor 2500 Jahren nutzten Griechen heisse Bäder zur Heilung, und 500 Jahre später hatten die Römer diese Badkultur soweit perfektioniert, dass heutige Anlagen dagegen blass aussehen. Aber es gilt auch nicht mit Marmorsäulen und Quadrat-
meter zu protzen, sondern die wohltuende Wirkung heisser Luft zu nutzen. Laconicum, was nichts anderes heisst, als Heissluftbad, nannten die Römer ihre Sauna. Und die kann man heute problemlos zu Hause einrichten und geniessen. Sie benötigen dafür noch nichteinmal einen so grossen Keller wie in unserem Beispiel; die selbe Sauna lässt sich auch in kleineren Räumen montieren, wobei Sie stets die Aufbauhöhe berücksichtigen müssen. Oder man wählt ein kleineres Exemplar aus. Die Hersteller bieten Kabinen an, die nicht grösser sind als eine Dusche und problemlos in so manches Badezimmer passen. Neben eventuellen Platzproblemen spielt natürlich auch der Preis eine Rolle. Saunen in der Grösse wie hier kosten schnell mehr als 3000 Euro, kleinere Kabinen sind dementsprechend preiswerter.
Der erste Saunagang in der heimischen SaunaNicht am falschen Ende sparen
Es wäre jedoch falsch, eine möglichst billige Sauna erwerben zu wollen. Denn wie in so vielen Bereichen gilt auch hier ebenfalls: Was nichts kostet, ist auch nichts. Oder zumindest weniger. Denn die Qualität einer Sauna hängt ganz entscheidend vom Holz ab, aus dem sie besteht. Nordische Fichte ist zum Beispiel sehr gut geeignet, da sie auf Grund der rauhen klimatischen Verhältnisse in ihrer Heimat nur sehr langsam wächst. Und ein langsames Wachstum führt zu einer hohen Rohdichte, also einem festen, sehr harten Holz. Die Nordische Fichte ist quasi abgehärtet. Ein anderes geeignetes Holz findet sich im Norden Kanadas - die Hemmlocktanne, ein Harzarmes Nadelholz. Neben der Holzart wirkt sich die spätere Behandlung auf die Qualität aus. So sollte das Holz zunächst an der Luft auf eine Holzfeuchte von kanpp über 30 Prozent vorgetrocknet werden. Danach folgt die maschinelle Trocknung bis zu einer Restfeuchtigkeit von etwa 10 Prozent. Dieser Vorgang dauert etwa zwei Wochen. Ist das Holz dann verarbeitungsfähig, müssen sämtliche Nuten und Federn akurat ausgearbeitet werden, damit sich die Sauna passgenau zusammensetzen lässt. Alle diese Vorgänge sind umso teurer, je sorgfältiger sie vonstatten gehen. Entsprechend sollten preiswerte Produkte vor dem Kauf genau geprügft werden. Im inneren der Sauna müssen möglichst Hölzer mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit zum Einsatz kommen, ansonsten wird es unter dem Allerwertesten zu heiss zum Sitzen. Geeignete Hölzer für Bänke-, Kopf-, Fuss und Rückenstützen sind Pappel, Espe, LInde oder das afrikanische Abachl.
Der ideale Platz für eine SaunaMassiv oder Elementbauweise
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Massivholz- und Elementsauna. Letztere besteht aus einer Holz-
rahmenkonstruktion, die mit Dämmung ausgefüllt, mit Aluminiumfolie überzogen und mit etwa 15mm starkem Profilholz verkleidet wird. Eine Massivholzsauna besteht dagegen aus rund 45mm starken Blockbohlen, also durchgängig aus naturgewachsenem Holz. Entsprechend teurer sind diese Saunen. Ausserdem müssen sie davon ausgehen, das die Wandelemnte einer Massivholzsauna schwerer sind - ein Aufbau sollte hier in jedem Fall zu zweit erfolgen. Grundsätzlich sind bei jedem Saunaaufbau vier Hände von nützen, auch für kräftige und sehr erfahrene Heimwerker.
AufgussholzeimerDie Kunst des Saunierens
Wer es richtig macht, wird mit Wohlbefinden und Gesundheit belohnt. Leider kann man aber auch vieles falsch machen. So ist es ratsam, nicht mit vollem Magen in die Sauna zu gehen. Ganz leer sollte er aber ebensowenig sein. In jedem Fall sollten Sie sich nicht Hetzen, also auch keinen Sport unmittelbar davor oder gar währenddessen betreiben, und stets etwa drei Stunden einplanen. Das heisst aber nicht , möglichst lange in der Sauna zu verweilen; einmal pro woche zwei bis drei Gänge mit je acht bis zwölf Minuten reichen. Selbst routinierte Saunagänger sollten nicht länger als 15min. schwitzen. Als Grundregel kann man sagen: Nur solange in der Sauna bleiben, wie man sich auch wirklich wohlfühlt. Und besser weiter oben schnell schwitzen als auf der untersten Bank langsam vor sich hin dämmern.
Am Ende eines Saunaganges muss man sich schnell abkühlen, um die positive Wirkung auf das Immunsystem und die Durchblutung zu erzielen. Am besten gehen Sie eine Minute an die frische Luft, anschliessend direkt unter die kalte Dusche. Fällt es schwer, beginnen Sie langsam das kalte Wasser von den Füssen aufwärts mit den Händen bis zum Rumpf zu führen. Nach der Kaltdusche ziehen Sie sich warm an und ruhen etwa eine halbe Stunde lang aus. Besonders für Menschen mit Krampfadern empfehlen sich abwechselnde Kaltwasseranwendungen und warme Fussbäder. Ganz wichtig: Trinken sie viel Wasser oder ungesüssten Saft während der Ruhephasen und nach der Sauna, denn der Körper verliert beim Schwitzen bis zu zwei Liter Flüssigkeit.
Saunabau - Schritt für Schritt
PRAXIS-TIPP: Vorsicht Hitze!
Nicht jeder kann bedenkenlos saunieren. So ist es für Asthmatiker normalerweise lindernd, bei akuten Asthmaproblemen jedoch unangenehm. Wer unter Rheuma leidet, sollte sich nur in entzündungsfreien Intervallen der Wärme aussetzen. Menschen mit akuter Nierenerkrankung müssen ebenso wie Menschen mit Entzündungen der inneren Organe Vorsicht walten lassen. Ein grippaler Infekt verbietet das Saunieren. Besonders problematisch kann es für Leute mit Herzgefäßerkrankungen und Bluthochdruck sein. Am besten gehen Sie grundsätzlich vor dem ersten Saunabesuch zum Arzt und lassen sich beraten.
PRAXIS-TIPP: Vorsicht Strom!
3,3-Kilowatt-Öfen für kleine Ein-Mann-Kabinen mit ungefähr 4 Kubikmetern verfügen zum Teil über einen 230-Volt-Netzanschluss. Größere Saunaöfen, wie in unserem Beispiel, haben jedoch meistens einen 400-Volt-Drehstromanschluss. Es empfiehlt sich aber nicht nur zur eigenen Sicherheit, solche Öfen vom Fachmann anschließen zu lassen, sondern auch aus Garantiegründen – keine Rechnung, keine Gewährleistung, heißt es oft.
ElementsaunaPRODUKT-INFO: Ofen für die Sauna
Den Saunaofen bezieht man in der Regel vom selben Hersteller wie die Sauna. Entsprechend wird man Ihnen einen Ofen empfehlen können, der die passende Leistung für Ihre Saunagröße aufweist. Meist reichen 7,5 Kilowatt für bis zu 10 Kubikmeter, für größere Saunen benötigt man 9-Kilowatt-Öfen. Daneben müssen Sie sich überlegen, ob Sie einen reinen Heizofen oder einen inklusive Dampfbadfunktion wünschen. Auch müssen Sie zwischen einem elektrisch betriebenen oder einen für Holz-, Öl- oder Gasbefeuerung wählen. Und neben wandhängenden Exemplaren gibt es Unterbankgeräte, die weniger zusätzlichen Platz beanspruchen.
KONTAKTADRESSEN
Sauna und Zubehör:
Weka Holzbau GmbH
17034 Neubrandenburg
Telefon: 0395/42908-0
Handtücher, Bademäntel etc.:
Marimekko GmbH
Telefon: 069/749084

























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