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Heizungsrohre und Wasserleitungen isolieren

Ohne Schallschutz kann ein leichtes Rauschen in der Leitung unangenehm laut werden. Wir zeigen Ihnen, wie man Rohre ruhig stellt.
Es gurgelt, plätschert, und manchmal macht es auch einfach nur „platsch!“. Die Geräusche aus Rohren und Leitungen sind vielfältig. In der Regel treten sie bei fließendem Wasser auf, allein durch Richtungsänderungen und Querschnittverengungen von Rohren, aber auch durch schnelles Öffnen und Schließen von Armaturen oder einfach nur durch Luftverwirbelungen beim Abfließen. Oft entstehen hierbei Schwingungen, die sich in andere Bauteile übertragen.
Körperschall wird aufs Mauerwerk übertragen
Trinkwasserleitungen, Abwasser- und Heizungsrohre müssen deshalb von anderen Bauteilen entkoppelt werden, um einen ausreichenden Schallschutz im Haus zu gewährleisten. Am besten gelingt das mit Rohrschellen, die aber unbedingt eine Dämmeinlage aufweisen müssen. Stoßen Rohre direkt ans Mauerwerk oder besteht auch nur eine kleine Verbindung in Form von Mörtelresten, überträgt sich das Fließgeräusch in die Wand und damit ins ganze Haus. So reicht schon eine centstückgroße Verbindung zwischen Rohr und Wand, um den Schallpegel um bis zu 15 Dezibel zu erhöhen. Wichtig: Die Rohrschellen darf man nicht zu fest anziehen, sonst drückt sich die Dämmeinlage so stark zusammen, dass sie den Schall nicht mehr dämmt.
Schallschutz: So isolieren Sie Wasserleitungen und Heizungsrohre >>
Neben den Geräuschen, die sich in andere Bauteile übertragen, müssen auch solche eingedämmt werden, die direkt aus den Rohren abstrahlen – sogenannter Luftschall. Dafür stehen verschiedene Rohrschalen zur Verfügung, die für Schallschutz und Wärmeschutz sorgen. Bei Warmwasserleitungen nicht nur sinnvoll, sondern auch vorgeschrieben. Meistens sind Rohrschalen geschlitzt, so dass man sie direkt über die Rohre stülpen kann. Praktisch ist es, wenn sie über integrierte Klebestreifen verfügen und nicht noch mit separatem Klebeband und Klammern verbunden werden müssen. Abflussrohre, vor allem jene fürs WC, haben daneben noch mit lauten Aufprallgeräuschen zu kämpfen. Achten Sie deshalb darauf, dass senkrechte Rohre nicht direkt auf waagerechte treffen. Statt einem rechten Winkel verbaut man also zwei 45-Grad-Winkelstücke und lenkt das Abwasser so Schritt für Schritt um die Ecke – dann macht es auch nicht so laut „platsch!“.
Rohrschellen verhindern Schallbrücken
Schlecht (links): Ungedämmte Rohre und Rohrschellen geben Fließgeräusche ungehindert in Räume und angrenzende Bauteile ab.
Gut (rechts): Dämmschalen rund ums Rohr sowie Rohrschellen mit Gummieinlage verhindern weitestgehend Schallübertragungen in den Raum und ins Mauerwerk.















