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Kamin nachrüsten

redakteur
LupeKamin nachrüsten

Ein Kamin hat heute nicht nur etwas mit Romantik zu tun, denn dank moderner Technik heizen die Kaminöfen auch gut. Das geht hin bis zur Unterstützung der Heizungsanlage. Entscheidet man sich für einen Kamin, benötigt man auch einen passenden Abzug. Wir zeigen die Montage eines Kaminofens und den Anschluss eines Edelstahl-Schornsteins. Wie Sie Risse in der Kaminummauerung reparieren, zeigt die dritte Anleitung.

Kamin kaufen: Der Schornsteinfeger berät

Möchte man sich einen Kamin kaufen, muss man zunächst überlegen, wo dieser aufgestellt werden kann. Ist ein Schornstein vorhanden oder muss ein neues Abgasrohr installiert werden? Fragen wie diese sind vorab mit Hilfe des Schornsteinfegers abzuklären: Er informiert über die Inbetriebnahme eines Ofens, die Verbrennungsluftversorgung und die erforderliche Abgasstrecke. Außerdem kann er Tipps zur Heizleistung (oft wird zu großzügig dimensioniert) und zur Einhaltung der Feinstaubbelastung geben – hier gibt es Grenzwerte zu beachten.

Welcher Kamin ist der richtige?

Dann gilt es zu überlegen, welche Kaminart man aufstellen möchte. Beliebt, weil relativ preiswert und schnell montiert, sind Kaminöfen. Man kann diese auch gut selbst aufstellen und anschließen – das spart rund 450 Euro Montagekosten –, muss sie aber auch vom Schornsteinfeger abnehmen lassen. Ein weiteres Kaufkriterium ist die Heizleistung. Unser Kaminofen leistet 4 bis 8 Kilowatt (kW) – normalerweise reicht das sogar zum Beheizen mehrerer Räume aus. Faustformel: 1 kW für 10 m² bei normaler Deckenhöhe. Genau genommen in Form von Kubikmetern: Bis 200 m³ reichen 5 kW, bei mehr sollten es 6 bis 7 kW sein, bei über 300 m³ 8 kW und ab 400 m³ sollte der Ofen bis zu 10 kW leisten.

Qualität von Kaminöfen erkennen

Natürlich muss der neue Kaminofen die Bundesimmissionsschutzverordnung einhalten (siehe dazu Kasten auf Seite 13). Daneben sollte man beim Kauf auf Prüfsiegel achten, zum Beispiel „EFAQualitätssiegel“, „DIN-plus“ oder den „Blauen Engel“. Und schließlich gilt es, den Ofen nicht nur anzuschauen, sondern auch anzufassen: Sitzt der Griff zur Brennkammer fest? Öffnet und schließt alles gut? Macht das Gehäuse einen soliden Eindruck? Auf Qualität weist auch das Gewicht hin – rund 200 kg sollte der Ofen ruhig wiegen, denn das deutet auf ordentliche Materialstärken hin.

Die Anleitung zeigt Schritt für Schritt, wie Sie einen Edelstahlschornstein an der Fassade montieren.

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Geeignetes Holz und richtiges Anheizen

Nicht jedes Holz ist für jeden Zweck gleich gut geeignet. So darf man in Kamin- und Kachelöfen nur luftgetrocknetes Holz (15 bis 20 Prozent Wassergehalt) verfeuern. Hier eine kleine Übersicht empfehlenswerter Holzarten:

BUCHE hält lange vor und entwickelt viel Glut – ein Holz mit hohem Heizwert und sicher das beste Kaminholz.
ESCHE ist der Buche gleichzusetzen, kommt aber auch seltener vor.
BIRKE ist ebenfalls ein geeignetes Kaminholz mit schönem Flammenbild (blaue Flamme durch ätherische Öle im Holz), brennt aber schneller ab als Buche.
FICHTE/KIEFER Nadelhölzer neigen zu Funkenflug durch hohe Harzanteile – nur in geschlossenen Öfen verwenden. Als Späne aber ein gutes Anmachholz.
ERLE brennt schnell ab, deshalb gutes Brennholz, wenn es nicht so kalt ist.
EICHE entwickelt wenig Glut, etwas Funkenflug und wenig Flamme. Brennt aber z. B. im Kachelofen sehr lange. Und den Geruch muss man mögen.

Das Holz sollte trocken und gut belüftet lagern. Enganliegende Kunststoff-Folien, die es vor Regen schützen sollen, sind unvorteilhaft, da sich darunter Schwitzwasser bildet, was zu Schimmel am Holz führen kann. Beim Befeuern sollten Sie Folgendes beachten: Zum Anzünden verwenden Sie Papier und Kleinholz, das Sie ganz vorne im Ofen platzieren. Öffnen Sie die Verbrennungsluftzufuhr des Ofens und feuern Sie an. Mit allmählichem Warmwerden des Ofens werden größere Brennstoffstücke verfeuert und die Luftzufuhr nach etwa 20 Minuten verschlossen. Asche, die sich auf dem Boden ansammelt, trägt im übrigen dazu bei, die Glut am Leben zu halten. Je nach Brennstoffmenge reicht es, morgens die Asche mittels Schürhaken durch den Rost in den Aschekasten zu entleeren – dann einfach neues Holz auflegen. Die Leerung des Aschekastens sollte erfolgen, wenn er etwa halbvoll ist – die Asche darf nicht zu dicht an den Rost heranwachsen, da sich dieser sonst überhitzen kann.


 
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