Ralf Kiryk vom
Bundesindustrieverband Deutschland
Haus-, Energie- und Umwelttechnik e. V.
zum Thema Heizkörpertausch
Was kann passieren, wenn eine neue Heizanlage installiert wird, die Heizkörperjedoch die alten bleiben?
Wird bei der Heizungsmodernisierung ein Wärmeerzeuger auf Niedertemperaturbasis, z. B. Brennwertkessel oder Wärmepumpe, eingesetzt, müssen auch Heizkörper auf die geänderten Systemtemperaturen hin überprüft und ggf. angepasst werden. Wird das nicht getan, kann die beabsichtigte Energieeinsparung verpuffen. Auch veraltete Ventile und längere Vorlauftemperaturen der Heizkörper tragen zur Energieverschwendung bei.
Worauf ist beim Heizkörpertausch unbedingt zu achten?
Das neue Heizkörpermodell sollte natürlich millimetergenau auf die vorhandenen Rohre passen. Variable Anschlüsse rechts, links oder in der Mitte des Heizkörpers erleichtern die Positionierung. Gibt es trotzdem Probleme mit den Anschlüssen, helfen Adapter-Systeme. Eine Änderung der Rohrleitung oder Aufstemmarbeiten sind nicht notwendig. Nach der Heizkörpermontage muss ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden.
Was ist ein hydraulischer Abgleich?
Hierbei handelt es sich um eine Einregulierung des gesamten Heizungssystems. Der Abgleich garantiert eine ausgewogene Wärmeabgabe und gleichmäßige Aufheizzeiten, senkt die Rücklauftemperaturen, optimiert die Pumpenleistung und verringert Strömungsgeräusche. Ohne hydraulischen Abgleich, der von SHK-Betrieben durchgeführt wird, nehmen nicht nur Wärmeverteilung und Heizkomfort ab, es wird auch Energie verschwendet.
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