history back
ANZEIGE
Mehr Artikel zum Thema
Energie sparen
ANZEIGE
Energiesparberater
EnergiesparratgeberZum Energiesparberater »
ANZEIGE
Zu den Kommentaren (0)

Richtig das Dach dämmen

redakteur
LupeRichtig das Dach dämmen

Was ist zu beachten, wenn an das Dach dämmen will? Unsere Leser wenden sich immer wieder mit praxisbezogenen Fragen an die Redaktion. Wie Sie das Dach richtig dämmen, erklärt Christian Meyer, Redakteur im Ressort BauenRenovieren.

Leser André Hauke: "Ich möchte unser Dach neu dämmen und wollte wissen, ob man eine OSB-Platte als Dampfbremse nutzen kann? Des Weiteren wollte ich wissen, ob eine Dämmung derselben WLG, aber ggf. mit einer geringeren Stärke, denselben Effekt hat. Ich habe 17 cm Sparrentiefe und will die Sparren gerne teils sichtbar lassen, sprich 100 mm Dämmung, dann OSB-Platte und darauf eine Gipskartonplatte, sodass man ca. 2 cm Sparren sieht."

Grob über den Daumen gepeilt sagt man, dass man mindestens 200 mm mit einem Dämmstoff der WLG 035 dämmen sollte. Je nachdem, welche Standards man erreichen will und muss (hinsichtlich Förderung), dämmt man auch bis zu 260 mm. 100 mm sind definitiv zu wenig. Und gleiche Dämmwirkung mit unterschiedlicher Dämmstärke erzielt man nur, wenn man Dämmstoffe unterschiedlicher WLG miteinander vergleicht. So dämmen Dämmstoffe der WLG 032 bei gleicher Plattenstärke ca. 25 Prozent besser als Platten der WLG 040 (je niedriger der Wert, desto besser die Dämmwirkung). Was die Abdichtung angeht, so sind OSB-Platten zwar relativ dampfdicht, sie aber auch an einer Dachfläche dampfdicht zu montieren, ist schwer. Hinzu kommt, dass sie unabhängig vom Feuchteanfall dieselbe Dichtheit aufweisen. Moderne Dampfbremsen bieten hier nicht nur mehr Sicherheit, eine luftdichte Ebene herzustellen, sondern können sich im Fall von feuchtevariablen Dampfbremsen auch mehr oder weniger öffnen, je nach Feuchteanfall lassen sie also auch Baufeuchte, die sich z. B. im Sparrenholz befindet, aus der Konstruktion entweichen. Möchten Sie effektiv dämmen, sollten Sie Zwischen- und Untersparrendämmung mit einer Gesamtstärke von mindestens 200 mm einbauen und diese mit einer Dampfbremse abdichten. Möchten Sie nicht auf sichtbare Sparren verzichten, müssen Sie eine Aufsparrendämmung von außen aufbringen.

Mehr Infos zum Thema Dämmen >>


 
×
Warum möchten Sie diesen Beitrag melden?
Danke für Ihre Nachricht. Wir werden den Beitrag prüfen und ggf. löschen.
Schließen
Kommentare
Kommentar hinzufügen
Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben.