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Licht: Energie sparen

LupeEnergie sparen bei der Beleuchtung

In einem durchschnittlichen deutschen Haushalt sind die Kosten für die Beleuchtung zu etwa zehn Prozent am Gesamtenergieverbrauch beteiligt. Allein durch den Einsatz der richtigen Leuchtmittel können die Energiekosten jedoch bereits reduziert werden.

Aufgrund der gestiegenen Strompreise in den letzten Jahren sind Maßnahmen zum Energie sparen nicht nur aus ökologischer Sicht sinnvoll, sondern auch um die Haushaltskasse zu entlasten. Wer seine Stromrechnung senken möchte, sollte neben seinem Stromverbrauch auch die Preise seines Stromanbieters überprüfen, denn mit einem Wechsel zu einem günstigen Anbieter kann man die Gesamtkosten für Energie ebenfalls senken. Bei der Suche nach einem günstigen Stromanbieter helfen Vergleichsrechner wie etwa auf Tarife.de – doch am günstigsten ist schließlich der Strom, den man garnicht erst verbraucht. Um Energie einzusparen müssen nicht unbedingt sämtliche Elektrogeräte von Gefrierschrank bis Waschmaschine ausgetauscht werden – obwohl natürlich durch den Einsatz energieeffizienter Geräte erhebliche Einsparungen möglich sind -, auch kleine und kostengünstigere Maßnahmen können durchaus eine deutliche Ersparnis bringen, so beispielsweise der Einsatz energieeffizienter Lampen. Aufgrund des von der EU beschlossenen Glühbirnenverbots müssen Verbraucher ohnehin auf andere Lampen-Arten umsteigen, daher sollte man beim Kauf neuer Leuchtmittel nicht nur auf den Preis, sondern auch auf Lebensdauer und Energieeffizienz achten.

Vor- und Nachteile von Halogenlampen, Energiesparlampen und LED-Technik

Halogenlampen sind nichts anderes als verbesserte Glühlampen, die eine gleichwertige Lichtqualität bei durchschnittlich 15 bis 20 Prozent weniger Energieverbrauch generieren. Die Effizienzklasse wird in der Skala der Europäischen Union bei D und E eingestuft. Trotz des im Vergleich zu Energiesparlampen und LED-Lampen höheren Energieverbrauchs zeichnen sich Halogenlampen durch eine brillante Farbwiedergabe aus, die für bestimmte Anwendungsbereiche wie beispielsweise Effektbeleuchtung (u. a. Anstrahlen von Bildern) vorteilhaft ist. Am effizientesten sind Niedervolthalogenlampen mit Infarotbeschichtung (FRC) bezogen auf Lebensdauer und Energieersparnis (ein Drittel gegenüber normalen Halogenlampen).

Energiesparlampen sind kompakte Leuchtstofflampen mit Schraubsockel. Sie benötigen für das gleiche Licht etwa fünf Mal weniger Energie als konventionelle Glühlampen und können als unterschiedliche Modelle für verschiedene Einsatzgebiete erworben werden. In der Skala des EU-Energielabels werden Energiesparlampen den Effizienzklassen A und B zugeordnet. Energiesparlampen weisen im Vergleich zur LED-Technik geringere Anschaffungskosten bei annähernd gleich hoher Energieeffizienz auf. Nachteilig ist das in Energiesparlampen enthaltende Quecksilber. Dieses gilt als umweltbelastend und gesundheitsschädigend, wenngleich die Menge gering ist und das Quecksilber im ausgeschalteten Zustand gebunden ist (bspw. in Amalgamverbindungen). Zudem benötigen Energiesparlampen eine Startphase, um ihre maximale Helligkeit zu erreichen.

LED-Lampen (Light Emitting Diodes) generieren über kleine, durch elektrischen Strom zum Leuchten gebrachte Halbleiterkristalle Licht. Die LED-Technik besitzt eine hohe Leuchtdichte und kann aus einer relativ kleinen Fläche viel Licht erzeugen. In Abhängigkeit von der Zusammensetzung der Kristalle kann dieses Licht unterschiedliche Farben annehmen, so dass mit Farbwechseln gearbeitet werden kann. Hierzu benötigen LED-Lampen wenig Energie. Die Effizienzklasse wird entsprechend bei mindestens A eingeordnet. LEDs zeichnen sich vor allem durch ihre lange Lebensdauer aus (zwischen 20.000 und 50.000 Stunden), die lediglich minimal durch häufige Schaltintervalle beeinträchtigt wird. Demgegenüber stehen die relativ hohen Anschaffungskosten. Zudem deckt LED-Technik lediglich partiell das sichtbare Farbspektrum ab, weshalb nicht sämtliche Farben gleichermaßen treu wiedergegeben werden.

Wer Energie sparen möchte, muss nicht im Dunkeln sitzen

Durch die Wahl des richtigen Leuchtmittels am richtigen Einsatzort können der Energieverbrauch sowie die Gesamtkosten für die Beleuchtung gesenkt werden. Im Hinblick auf die Energieeffizienz ist der Einsatz von LED-Lampen die sinnvollste Alternative. Durch diese Technik kann der Energieverbrauch um bis zu 80 Prozent reduziert werden. LED-Lampen sind allerdings teuer in der Anschaffung. Über einen Zeitraum von zehn Jahren betrachtet, ist eine Energiesparlampe jedoch auch die wirtschaftlichste Lösung. Die hohen Anschaffungskosten von LED-Lampen amortisieren sich mit zunehmender Brenndauer.

Es ist entsprechend sinnvoll, bereits vor dem Kauf des Leuchtmittels den jeweiligen Anwendungszweck und die benötigte Brenndauer abzuwägen. In der Küche oder am Schreibtisch, wo mehr Licht für die jeweiligen Arbeitsflächen erforderlich ist, wird eine andere Art von Beleuchtung benötigt als im Schlafzimmer. So können beispielsweise am Schreibtisch, Bücherregal oder Aktenschrank verschiedene kleinere Leuchtmittel, die die erforderlichen Bereiche separat beleuchten, zum Einsatz kommen. Sowohl LEDs als auch Energiesparlampen können sich hier anbieten.

LEDs sind trotz des hohen Anschaffungspreises überall dort sinnvoll, wo lange Brenndauern (Küchenräume), Schaltfestigkeit (Toilette, Bewegungsmelder) oder Temperaturunempfindlichkeit (Außenbereich) erforderlich sind. Im Kinderzimmer, wo hin und wieder mal etwas zu Bruch gehen kann, ist eine Energiesparlampe mit Splitterschutz die ökonomisch sinnvollste Lösung.

Fotos:Illustration Marcus Stark / pixelio.de; Thorben Wengert / pixelio.de


 
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