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Energiesparen bedeutet heute in aller Regel zuerst investieren: in die Fassadendämmung, in effiziente Heiztechnik, in sparsame Elektrogeräte und Leuchtmittel. Für viele Energiesparmaßnahmen gibt es Geld vom Staat. Für welche Energiesparmaßnahmen Fördergeld erhältlich ist und wo Sie Fördermittel beantragen können, erfahren Sie hier in unserem Ratgeber Energiesparen.
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Energie-Effizienz: Was Sie über Fördermittel wissen sollten

redakteur
LupeFördermittel zur Steigerung der Energie-Effizienz
Nutzen Sie die Fördermittel des Bundes und der Länder, um die Energie-Effizienz Ihres Hauses zu steigern

Die Europäische Union, der Bund, Bundesländer und Gemeinden sowie die Energieversorgungs-Unternehmen engagieren sich seit vielen Jahren für die Einführung alternativer, umweltfreundlicher Energien. Um die Rentabilität und Attraktivität von erneuerbaren Energien und Maßnahmen zum sparsamen Umgang mit Energie voranzutreiben, existieren spezielle Förderprogramme. Die Gelder werden von unterschiedlichen Institutionen zur Verfügung gestellt.

Fördermittel des Bundes gewähren unter anderem das „Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle“ (BAFA) oder die „Kreditanstalt für Wiederaufbau“ (KfW). Das BAFA vergibt vorrangig Zuschüsse an private Personen sowie an Unternehmen kleinerer oder mittlerer Größe. Außerdem bezuschusst der Bund die professionelle Beratungsleistung fachkundiger Experten direkt vor Ort. Die KfW-Bank gewährt besonders zinsgünstige Darlehen. Auf Landesebene stellen vorwiegend die Landesförderinstitute und Landesbanken Fördermittel bereit. In einigen Fällen werden Projekte von dem zuständigen Ministerium gewährt.

Haus energetisch sanieren

Darüber hinaus gibt es spezielle Zuschüsse durch die Finanzämter. Diese können Sie jedoch erst nach Abschluss der Bau- oder Sanierungsmaßnahme beantragen. Eine weitere Option ist die indirekte Förderung durch den jeweiligen Energieversorger. In diesem Fall erhalten Sie eine Vergütung für den Strom aus erneuerbaren Energien, den Sie über Ihre Anlage in das öffentliche Netz einspeisen.

Finanzielle Beihilfe, zinsgünstige Darlehen oder Einspeisevergütung?

Die verschiedenen Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Einsparung von Energie und Nutzung erneuerbarer Energien sind entweder auf Privatpersonen, kleine oder mittlere Firmen oder Energieberater zugeschnitten.

KfW-Fördermittel beantragenSpezielle Programme beteiligen sich mit einem finanziellen Zuschuss am Bau von Anlagen mit Energieeinsparpotenzial oder solchen, die eine Einspeisung von erneuerbaren Energien in öffentliche Netze ermöglichen. Einen solchen Zuschuss müssen Sie in der Regel nicht zurückerstatten. Sie können diese Form der Beihilfe nach Abschluss der Bau- oder Sanierungsmaßnahmen beantragen. Die bewilligten Gelder überweist die zuständige Behörde nach ausgiebiger Prüfung der eingereichten Anträge, Rechnungen und einem Nachweis über die Funktionstüchtigkeit der Anlage.

Die KfW-Bank gewährt zur Realisierung eines solchen Vorhabens Fördermittel in Form eines besonders zinsgünstigen Darlehens. In vielen Fällen sind die Konditionen erheblich attraktiver als die eines üblichen Bankkredites. Den Antrag stellen Sie bereits vor Beginn der Maßnahme bei Ihrer Hausbank. Die Höhe des Darlehens ist generell begrenzt. Wenn der KfW-Kredit nicht ausreicht, um die Investitionskosten zu decken, so müssen Sie den Differenzbetrag aus eigenen Mitteln begleichen.

Entscheiden Sie sich für die Errichtung einer energieeffizienten Anlage, mit der Sie Strom aus erneuerbaren Energien ins öffentliche Netz einspeisen, so wird das vom Bund im Form einer speziellen Einspeisevergütung honoriert. Laut dem „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ (EEG) müssen die Netzbetreiber den Strom in vollem Umfang abnehmen. Für diese Energie zahlt Ihnen der Energieversorger eine bestimmte Summe. Diese richtet sich nach der Art der Stromerzeugung. So liegt die Vergütung für Photovoltaik-Energie höher als die für Strom aus Windenergie. Diese Einspeisetarife hängen von der jeweiligen wirtschaftlichen Lage ab und können sich durchaus ändern.

Förderprogramme in Überblick: Vom Investitionszuschuss bis zum KfW-Darlehen

Wenn Sie sich beispielsweise mit dem Gedanken tragen, Ihr Einfamilienhaus mit Blick auf Wirtschaftlichkeit und Energie-Effizienz zu modernisieren, empfiehlt es sich einen fachkundigen Experten zu beauftragen. Die Energiespezialisten können Ihnen wertvolle Tipps in Sachen Wärmeschutz, Wärmeerzeugung oder Wärmeverteilung geben. Zudem verfügen sie über fundierte Fachkenntnisse auf dem Gebiet Warmwasseraufbereitung, decken energetisches Einsparpotential auf und erklären Ihnen, wie Sie erneuerbare Energien sinnvoll nutzen. Diese kompetente Vor-Ort-Beratung fördert das BAFA mit einem gesonderten Zuschuss.

Je nach Sanierungsmaßnahme oder Art eines geplanten Neubaus bietet die KfW-Bank unterschiedliche Förderprogramme. Es handelt sich hierbei um Fördermittel, die der Bund zur Verfügung stellt. Generell gilt: Zuschüsse zu Investitionen zahlt die KfW-Bank nach Fertigstellung. Zinsgünstige Kredite beantragen Sie vorab über die Hausbank Ihres Vertrauens.

Im Rahmen des KfW-Programms „Energieeffizient Bauen“ unterstützt der Bund die Errichtung beziehungsweise den Erwerb von so genannten KfW-Energieeffizienzhäusern 55 und 70. Außerdem werden diese Fördermittel ebenso für den Bau eines energieeffizienten Passivhauses gewährt. Sie können außerdem in den Genuss dieser Gelder kommen, wenn Sie die energieeffiziente Erweiterung Ihres Wohnhauses oder den Umbau bisher nicht genutzter Räume planen. Entscheidend für die Bewilligung des Antrages ist die Energiesparverordnung aus dem Jahr 2009.

Energieeffizient sanieren mit einem KfW-FörderkreditDas KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren – Kredit“ fördert die Realisierung von Altbausanierungen. Die Fördermittel sind beispielsweise für eine energieeffizientere Wärmedämmung, neue Fenster oder eine energiesparende Heizungsanlage bestimmt. Dadurch soll der Energie-Standard älterer Gebäude entsprechend der Energieeinsparverordnung (EnEV), dem von Neubauten angeglichen werden.

Den Investitionszuschuss der KfW-Bank können Sie beantragen, wenn Sie den Kauf einer sanierten Einfamilien- oder Zweifamilien-Immobilie oder einer energieeffizienten Eigentumswohnung planen. Die Fördermittel werden Ihnen auch für den Fall gewährt, wenn Sie Ihr Wohnhaus in ein KfW-Effizienzhaus umwandeln möchten. Mit dem Zuschuss sind bestimmte Einzelmaßnahmen realisierbar. Sie haben auch die Möglichkeit, den Investitionszuschuss sinnvoll in andere Bauvorhaben zu integrieren.

Fachkundige Unterstützung durch Experten und Energiespezialisten ist bei Sanierungsmaßnahmen besonders sinnvoll. Aus diesem Grund bewilligt auch die KfW-Bank im Rahmen des KfW-Programms „Energieeffizient Sanieren – Baubegleitung“ für diesen besonderen Fall spezielle Fördermittel.

Beim Umbau von Immobilien in altersgerechte Wohngebäude ist Ihnen die KfW-Bank ebenso behilflich. Das KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“ fördert sämtliche Maßnahmen, die eine anschließende Barrierefreiheit der Immobilien ermöglichen. Das beinhaltet beispielsweise, die Wege zum Objekt hindernisfrei zu gestalten, den Raumzuschnitt oder den Sanitärbereich an die Erfordernisse des Alters anzupassen.

Mit dem KfW-Programm „Erneuerbare Energien – Standard“ unterstützt Sie der Bund mit zinsgünstigen Darlehen langfristig bei der Finanzierung von Vorhaben zur Nutzung erneuerbarer Energien. Teilweise decken die Fördermittel bis zu 100 Prozent der Gesamtinvestitionssumme ab. Der Zinssatz wird auf fünf oder zehn Jahre festgelegt.

Das „Erneuerbare-Energien-Gesetz 2012“ (EEG) bietet den verlässlichen Rahmen für Ihre Investition in alternative Energien. Sofern Ihre Anlage den Vorgaben des EEG entspricht, wird die Einspeisung des Stroms für 20 Jahre nach festen Einspeisetarifen vergütet. Der Umfang der Summe richtet sich sowohl nach der Art der erneuerbaren Energie als auch nach der Größe Ihrer Anlage. Außerdem ist der Zeitpunkt der Inbetriebnahme entscheidend. Je früher Sie ans Netz gehen, desto höher ist die Vergütung.

Was Sie beim Thema Förderprogramme unbedingt beachten sollten

Bevor Sie sich für eine Art der Finanzierungsbeihilfe entscheiden, sollten Sie alle potenziell infrage kommenden Förderprogramme mit Blick auf Fördersätze und Kombinationsmöglichkeiten vergleichen. Achten Sie darauf, dass Sie bei der Antragstellung die Kumulation angeben. Das heißt, welche Förderprogramme Sie zur Umsetzung Ihres Bauvorhabens in Anspruch nehmen möchten. Es existieren Förderangebote, bei denen eine Kumulation gänzlich ausgeschlossen ist. Teilweise gibt es Fördermöglichkeiten, die eine Inanspruchnahme mehrerer Programme nur zu festgelegten Förderhöchstgrenzen bewilligen. Überschreiten Sie diese, zieht das eine Kürzung der Finanzmittel nach sich.

Prüfen Sie die Richtlinien des Förderungsmodells und informieren Sie sich über die aktuellen Zinssätze. Der Bereich der Finanzierungshilfen ist dynamisch. Regelmäßig ändern sich die Rahmenbedingungen. Erfragen Sie deshalb den derzeitigen Förderstand bei der entsprechenden Institution.

In manchen Fällen können Sie aufgrund fehlender Haushaltsmittel des Bundes ein bestimmtes Förderprogramm nicht in Anspruch nehmen. Abgesehen vom EEG und KWK-Gesetz existiert kein Recht auf Förderung.

Unser Gast-Autor Thomas Mücke ist ehemaliger Wirtschaftspolizist und berät auf selbstständiger Basis rund um das wichtige Thema Finanzierungen und Kredite.


 
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