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Zu viel Licht stört Mensch und Umwelt
Wer abends durch so manche Wohnsiedlung fährt, glaubt mitunter, er sei ein Star: An jeder Hofeinfahrt flammt eine bewegungsmeldergesteuerte Batterie von Scheinwerfern auf und erhellt Haus und Hof – sowie den Passanten auf der Straße.
Natürlich dürfen Sie Ihr Grundstück beleuchten. Wohl dosiertes Licht schafft Sicherheit und Orientierung – und hält (in gewissen Grenzen) Einbrecher fern. Achten Sie aber darauf, dass Ihre Außenbeleuchtung niemanden stört. Richten Sie das Licht auf Ihr Grundstück, stellen Sie die Beleuchtungsintervalle so kurz wie möglich ein und vermeiden Sie Blendungen. Es ist nicht akzeptabel, dass Ihre Carportbeleuchtung flutlichtartig fremde Schlafzimmer ausleuchtet, wenn Sie nachts heimkommen.
Nebenbei stören Sie mit der nächtlichen Beleuchtung nicht nur den Schlaf Ihrer Nachbarn, sondern lenken Zugvögel von ihrem Weg ab, lassen hunderte von Insekten an den heißen Lampen verenden und greifen so unbeabsichtigt aber nachhaltig in die natürliche Nahrungskette heimischer Tierarten (Vögel, Kröten, Wildtiere) ein.
Wissenschaftler sprechen schon seit Jahren von der sogenannten Lichtverschmutzung: Über Großstädten ist sie als ewig glimmende Dunstglocke (z. B. aus dem Flugzeug) gut zu erkennen. Sie ist auch schuld daran, dass wir nur einen Bruchteil der Sterne am Abendhimmel erkennen. Die Leuchten unserer Hofeinfahren, Werbetafeln und Autoscheinwerfer sind zu hell und überstrahlen das Licht der Michstraße.
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