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Surround-Boxen in Kinoqualität bauen

Surround-Boxen in Kinoqualität bauen

Nehmen Sie Platz – nicht nur in der ersten Reihe, sondern auch gleich mit Kinosound. Die High-End-Systeme gibts als Bausatz, die Boxen und Stative bauen Sie selbst.

Dass guter Klang keine Frage der Größe ist, zeigen die Regalboxen Aria von Visaton, die zusammen mit zwei Aria Dipol 1 als Effektboxen zur Surround-Sound-Anlage fürs Heimkino werden. Der Boxenbau-Spezialist hat seine Bausätze mit High-End-Tiefmitteltönern und Keramik-Hochtönern bestückt. Durch einen zusätzlichen Schalter an der Rückseite lassen sich die seitlichen Hochtöner der Aria Dipol zuschalten, um das für den Effektsound nötige diffuse Schallbild zu erzeugen. Dabei werden die frontalen Hochtöner deaktiviert. Die Nennbelastbarkeit der nur 270 mm hohen Boxen beträgt 40 Watt an 8 Ohm.

Effekt-Boxen bauen - Schritt für Schritt
Einbau der Elektronik - Schritt für Schritt
Boxen: Zeichnung + Materialliste
Bauplan: Fräshilfe


Den Boxen haben wir im wahrsten Sinne des Wortes Aluminium-Beine gemacht, um die akustikgerechte seitliche Aufstellung zu vereinfachen. Vereinfachen wollen wir Ihnen auch den Plattenzuschnitt. Dafür hat sich unsere Tischlermeisterin eine Schneidlehre aus Restholz ausgedacht, die Ihnen sowohl bei den Gehrungs- als auch bei den Winkelschnitten hilft Für die Winkelschnitte schrauben Sie die beiden Führungsleisten ein.

Akustikgerechte Aufstellung durch Stative


Fixieren Sie die Fräshilfe mit einer Gewindeschraube in einem im Kreismittelpunkt vorgebohrten Loch, spannen Sie die Oberfräse darin ein, und stellen Sie den exakten Kreisradius an der Gewindeschraube ein. Dann in mehreren Arbeitsgängen fräsen. Lassen Sie zum Schluss zwei Stege stehen, damit der Kreismittelpunkt erhalten bleibt. Stege nach dem Herausbrechen des Kreises wegfeilen. Damit die Boxenstative auch dann sicher stehen, wenn Kinder oder Tiere zum Haushalt gehören, haben wir die Bodenplatten groß dimensioniert und aufgedoppelt. Die Löcher für die Alu-Beine werden durch die an der Oberkante gefaste obere Bodenplatte gebohrt, so dass beim Verleimen mit der unteren Sacklöcher entsehen. Das Lautsprecherkabel haben wir mit Klebepunkten aus Zwei-Komponenten-Kleber an der Rückseite eines Beins -fixiert. Das Kabel verschwindet diskret in einem Loch durch die Bodenplatte nach unten und wird durch einen in die untere Bodenplatte gefeilten Tunnel nach hinten weggeführt.

Dass die Lautsprecher prominent im Raum stehen, stellt hohe Anforderungen an ihre Oberfläche. Wir empfehlen Sprüh-Acryllack, den es auch als Grundierung gibt. Zuvor allerdings müssen Sie alle Flächen – und die Schnittkanten sogar mindestens zweimal – mit Füllgrund absperren. Nach dem Grundieren sollten Sie die Lackflächen sorgfältig schleifen. Wenn Sie keinen Sprühlack verwenden, empfiehlt sich eine Lackrolle, die jedoch auch bei sorgfältigstem Schleifen eine leichte Struktur im Lack hinterlässt.

Beim Einbau der Elektronik längen Sie zuerst die benötigten Leitungen von der dem Boxenbau-Bausatz beiliegenden Litze ab. Verzinnen Sie die Ader-Enden bei 300 °C mit dem Lötkolben. Dann die Leitungen an den Hochtöner löten, diesen provisorisch einsetzen, das Kabel aus der Tieftöneröffnung herausführen und mit der Frequenzweiche verbinden. Achten Sie beim Löten darauf, dass Sie die Adern gemäß ihrer Markierung anlöten und die Lötstellenoberfläche glatt und glänzend ist. Dann die anderen Leitungen nach beiliegendem Anschlussplan auf die Frequenzweiche löten. Schlagen Sie sie danach in Dämmmaterial ein und legen sie lose in die Box. Achten Sie beim Anschluss der Leitungen an die Lautsprecher auf korrekte Polarität. Chassis und Adern sind entsprechend markiert. Regel: Die unmarkierte Leitung gehört an den nicht gekennzeichneten Anschluss (Minuspol).

Weitere Bauanleitungen für selbstgebaute Boxen finden Sie hier:

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