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Zu den Kommentaren (1)

Media-Möbel bauen

redakteur
LupeTV-Wand: Media-Möbel selber bauen

Während noch vor wenigen Jahren Audio- und Videogeräte in geschlossenen Möbeln verborgen blieben, zeigt man heute, was man hat: Große Flachbild-Fernseher und hochwertige DVD- und Audiosysteme rücken stärker in den Wohn-Mittelpunkt. Diese TV-Wand versteckt zudem hässliches Kabelgewirr.

TV-Wand präsentiert den Flachbildfernseher optimal

Der Fernseher ist in vielen Wohnzimmern der Mittelpunkt. Verschwand das TV früher meist in geschlossenen Hifi-Möbeln wird der Flachbildschirm heute stolz präsentiert. Media-Möbel und Wandbefestigungen für LCD-Fernseher boomen. Wir zeigen eine selbst gebaute TV-Wand als Designmöbel-Variante zur massiven Schrankwand, die bislang oft auch als TV-Möbel herhalten musste. Unsere Lösung wirkt durch das hängende Fernseh-Regal, die Hinterleuchtung und die Farbgebung luftig und leicht.

Media-Möbel - Hängeschrank - Schritt für Schritt
Produkt-Info: Oberflächenveredlung
Media-Möbel - Montage TV-Wand - Schritt für Schritt
Media-Möbel - Materialliste

Baustoff: Mitteldichte Faserplatte

Die Videowand besteht aus zwei Elementen: Der eigentlichen Wand, die den Flachbildfernseher wie ein Rahmen einfasst und dem vorgehängten Regal, das Wiedergabegeräte, CDs und DVDs aufnimmt. Beide Elemente haben wir aus Mitteldichter Faserplatte (MDF) gebaut. Dieses im Baumarkt oder Holzfachhandel erhältliche Material weist eine praktische Eigenschaft auf: Die Schnittkanten besitzen beinahe die gleiche Dichte wie die Oberfläche. Dies macht MDF zu einem hervorragend geeigneten Werkstoff für Möbel mit stumpfen Verbindungen, die anschließend lackiert werden sollen. Bei dem Hängeregal haben wir auf eine durchgehende Rückwand verzichtet und zur Befestigung lediglich zwei 80 mm breite Rückwandstreifen eingebaut. Einerseits hat dies den Vorteil, dass die Geräte einfacher verkabelt werden können (auch in die mit Türen zu verschließenden Seitenregale können Sie problemlos durch die Blende eine Steckerleiste oder andere Kabel einziehen), zum anderen bleibt die farbig gestaltete untere Blende dadurch sichtbar.

Richtige Verarbeitung des Werkstoffes

Das Hängeregal wird stumpf verleimt und verschraubt. Wichtig ist hierbei, dass alle Schraubenlöcher vorgebohrt und angesenkt werden. Das Vorbohren gilt besonders für die Verschraubungen in Schnittkanten, da sich der Werkstoff sonst spaltet. Um nach dem Lackieren einen unsichtbaren Übergang zwischen Materialkanten und -flächen zu erzielen, müssen Sie die zugeschnittenen Platten bei der Montage so exakt wie möglich ausrichten und nach dem Abbinden des Leims sorgfältig schleifen. Vor dem Auftrag des Acrylspachtels zum Verdecken der Schraubenköpfe empfiehlt sich, diese Stellen mit MDF-Grundierung vorzubehandeln. Ansonsten zieht das Material die Feuchtigkeit zu schnell aus der Spachtelmasse, und die Haftung ist nicht mehr gewährleistet. Alternativ können Sie auch eine Zweikomponenten-Spachtelmasse verwenden, die deutlich weniger schrumpft und schneller durchhärtet. Zwei MDF-Grund-Anstriche und zwei Deckanstriche mit Acryl- oder Alkydharzlack, mit dem für den jeweiligen Lack geeigneten Farbroller aufgetragen, sorgen für eine optimale Oberfläche – vorausgesetzt, Sie führen zwischen den Lackaufträgen einen feinen Anschliff durch.

Aufbau der Rückwand

Die Videowand können Sie in Breite und Höhe Ihren Bedürfnissen und Ihrem Fernseher-Format anpassen. Wenn Sie die Breite verändern, sollten Sie jedoch auch das Schrankregal dem neuen Maß anpassen. Bei der Wand handelt es sich um eine horizontal geteilte Vorwand. Der untere Teil besteht aus 19-mm-MDF, das auf 58-x-58-mm-Kanthölzern aufgeleimt und mit seitlichen Laschen fest an der Wand verschraubt wird. Das Unterteil muss so stabil gebaut werden, da das Schrankregal daran mit Schlossschrauben befestigt wird. Auf die Schnittkante der unteren Platte schrauben Sie – um Materialstärke vorspringend – ein Alu-U-Profil, dessen Innenmaß 10 mm beträgt.

Der obere Bereich der Vorwand dient nur als Blendrahmen für den Fernseher und ist außer dem Eigengewicht keiner größeren Belastung ausgesetzt. Daher wählten wir hierfür schlankeres Material: 10-mm-MDF und 40-x-40-mm-Vierkantleisten. Ansonsten entspricht der Aufbau der unteren Vorwand. Lediglich die Seitenlaschen werden auf jeder Seite mit nur einer Schraube oben an der vorderen Leiste verschraubt. So lässt sich die komplette obere Wand einfach entfernen, um an schwer erreichbare Anschlüsse des Fernsehers zu gelangen.

Auf jede Seitenlasche montierten wir zwei Lichtleisten, in die wir ein Warmton-Leuchtmittel einsetzten. Sie lassen sich über einen ebenfalls auf der Seitenlasche montierten Aufputzschalter bedienen. Die komplette Wand wird vor der Montage des Schrankregals grundiert und mit Wandfarbe im Vanillefarbton gerollt. Zum Verschrauben (zu zweit arbeiten!) stellen Sie es auf eine behelfsmäßige Stütze.

Kontakt & Info:


Material:
Aluminium-U-Profil: Alfer, Tel.: 07746/92010
Konstruktionsholz: Finnforest, Tel.: 0421/69110
MDF: Kronospan, Tel.: 05238/9840
Türbänder: Hettich, Tel.: 05733/7980
Griffe: Siro Deutschland, Tel.: 02103/24575
Farbe: Schöner Wohnen Farbe, + 01805/35834437
Lichtleisten: Paulmann, Tel.: 05041/9980

Ausstattung:
Soundsystem: Bose, Tel.: 0800/2673444
LCD-Fernseher: Sharp, Tel.: 01805/299529
Wandhalter für Flachbildschirme: Schwaiger, Tel.: 09101/7020
Sofa: Ikea, Tel.: 01805/353433
Leuchte: Sompex, Tel.: 0211/5228070

Tags: Media | Möbel

 
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Kommentare

Die Media-Wand lässt sich wirklich super nachbauen! Wir haben gerade unseren SHARP-Plasmabildschirm damit "verpackt" und es sieht toll aus!!! Smile Ein kleiner Hinweis zur Materialliste. Dort ist ein FEHLER enthalten. Da die obere Blende dünner ist (1cm statt 1,9cm bei den unteren Blende, muss die Seitenlasch 19,9 cm x 130 cm sein! (NICHT wie in der Materialliste 199x1300). Außerdem haben wir an der Seite wo der Zugriff für die Anschlüsse beim TV erfolgt eine kleine Ablagefläche für eine Festplatte montiert (das macht auf jeden Fall Sinn). Statt Halogenröhren haben wir uns für LED entschieden. Die leuchten schöner und verbrauchen weniger Strom. Um den Fernseher vor Überhitzung zu schützen haben wir den Fernseher nicht passgenau aufgeschnitten, sondern ca. 10cm Abstand drum herum gelassen. Deshalb haben wir die Wand hinter dem TV im gleichen rot (natürlich mit Wandfarbe) wie den Hängeschrank gestrichen und zusätzliche LEDs hinterm Fernseher befestigt. Insgesamt muss man sagen: ES SIEHT TOLL AUS!!! Wer ein Bild von unserer Ausführung der Media-Wand haben will, kann mir gerne schreiben: Harald.Kinnisch@web.de (Datum: 06.06.2010)

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