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Markisen-Montage

Markisen-Montage



Für alle, die nicht ständig in der prallen Sonne sitzen möchten, empfiehlt sich eine Markise. Die Montage sollte aber nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Wir geben Hilfestellung.

Markisen-Montage

Markisen wiegen rund 40 bis 80 Kilogramm, je nachdem, um welches Modell es sich handelt. Entsprechend muss das Befestigungsmaterial ausgewählt werden – Allzweckdübel aus Kunststoff sind gänzlich ungeeignet, um derartige Lasten sicher auffangen zu können. Stattdessen müssen spezielle Schwerlastbefestigungen zum Einsatz kommen. Hier stehen Edelstahldübel oder chemische Verankerungen zur Verfügung. Letztere bestehen aus einem Injektionsmörtel, der in die Bohrlöcher gespritzt wird, und Gewindestangen.

Diese steckt man in die mit Mörtel verfüllten Bohrlöcher, sodass nach Aushärtung ein fester Verbund mit dem Mauerwerksbaustoff entsteht. Seit einiger Zeit gibt es auch Injektionsmörtel, die ohne separate Pistole aus der Kartusche herausgedrückt werden können. Derartiges Befestigungsmaterial ist zum Teil nicht im Baumarkt erhältlich, sondern nur im Fachhandel. Manche Markisenhersteller liefern aber auch geeignete Dübel mit. In jedem Fall gilt es, die Eignungs- und Verarbeitungshinweise zum Befestigungsmaterial genau zu beachten.

Markisen-Montage Schritt für Schritt

Markisen-Montage

Die Wahl der Markise

Bei der Wahl der Markise muss von vornherein berücksichtigt werden, ob sie an der Wand oder an der Decke montiert werden soll. Die Montageplatten sind meist universell einsetzbar, die Markise selbst jedoch muss entsprechend werksseitig eingestellt sein. Feinjustierungen hinsichtlich des Neigungswinkels sind dann nach der Montage möglich. Der Preis von Markisen hängt unter anderem davon ab, ob Sie ein geschlossenes oder ein offenes System auswählen. Letzteres ist zwar meist preiswerter, aber hierbei liegen das Gestell sowie das Tuch im eingefahrenen Zustand frei. Bei einem geschlossenen System sind die Gelenkarme und das Tuch in einer Kunststoff- oder Aluminiumhülse vor Witterungseinflüssen geschützt. In unserem Fall handelte es sich um eine sogenannte Kassettenmarkise mit Aluminiumhülse. Wollen Sie die Markise nicht mit einer Kurbel aus- und einfahren, können Sie einen elektrischen Antrieb ordern, für den Sie aber einen Stromanschluss an der Terrasse benötigen.


EXPERTEN-TIPP: Schwerlast-Befestigungen

Markisen-MontagePetra Kaupp, Anwendungstechnikerin bei den Fischerwerken

Bei der Befestigung schwerer Gegenstände wie zum Beispiel Markisen ist die Wahl des Befestigungsmittels abhängig vom Bauuntergrund und von der Last selbst, die befestigt werden soll. Nicht zu empfehlen sind Dübel aus galvanisch verzinktem Stahl und Kunststoffdübel. Die Dübel aus galvanisch verzinktem Stahl rosten, und Kunststoffdübel können die Lasten in der Regel nicht mehr aufnehmen. Die sicherste Wahl sind Stahldübel oder chemische Befestigungen mit einer Ankerstange aus sogenanntem Edelstahl A 4. Unproblematisch ist die Befestigung in Beton. Dort empfehlen sich Stahldübel oder chemische Befestigungen für besonders hohe Lasten. Diese Befestigungsmittel sind allerdings nur im Eisenwaren-Handel erhältlich. Besondere Anforderungen stellt die Verankerung im Mauerwerk dar. Sollte das Haus bereits verputzt sein, gibt eine Probebohrung schnell Aufschluss über die Art des Untergrunds. Die beste Wahl sind hier in jedem Fall chemische Befestigungen. Dabei werden Komponenten zu einem schnell härtenden Kunstharzmörtel vermischt, der die Ankerstange unlösbar in den jeweiligen Baustoff einbindet.

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