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Balkonsanierung & Balkonabdichtung

Die Balkonsanierung sollten Sie nicht zu lange vor sich herschieben, damit der Platz im Freien kein Sicherheitsrisiko darstellt. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Balkonabdichtung und das Geländer erneuern.
Regenwasser und Temperaturunterschiede belasten jeden Balkon, besonders aber freihängende Konstruktionen wie in unserem Fall. So kann hier bei mangelnder Balkonabdichtung, fehlender Dachrinne und falschem Gefälle sehr leicht Wasser durch Poren unter die Nutzschicht gelangen. Bei Minusgraden gefriert dann das Wasser, vergrößert sein Volumen und verursacht dadurch Risse, die sich im Laufe der Zeit auf gleiche Art immer weiter vergrößern. Irgendwann dringt das Wasser bis zur Stahlbewehrung durch, die dann anfängt zu rosten.
Direkt zur Anleitung: Balkon abdichten & sanieren >>
Balkonabdichtung leicht gemacht
Soweit sollte man es aber nicht kommen lassen: Erste Anzeichen für Undichtigkeiten sind Ausblühungen an der Balkonoberfläche. Sie entstehen, wenn eingedrungenes Wasser bei Erwärmung durch den Mörtel wieder nach oben steigt. Sichtbar bleibt ein Kalkrückstand.
Ebenfalls ein schlechtes Zeichen sind feuchte Flecken an der Hausfassade rechts und links vom Balkon sowie Ausblühungen an der Balkonunterseite. Spätestens jetzt sollte die Balkonsanierung in Angriff genommen werden.
Zur Abdichtung des Balkons eignen sich verschiedene Methoden: Man kann die Oberfläche mit Bitumenbahnen belegen oder zu Dränsystemen greifen. Hier gibt es zum Beispiel Glasgittergewebe oder aus Kunststoff hergestellte Matten, in die Längs- und Querkanäle eingearbeitet sind, durch die das Wasser kontrolliert in Richtung Dachrinne abfließen kann. All diese Maßnahmen nützen jedoch wenig, sofern der Balkon nicht ein Gefälle von mindestens ein bis zwei Prozent aufweist. Hier gilt es also, gegebenenfalls einen Estrich entsprechend aufzubringen, bevor man die Abdichtungsbahnen verlegt.
Alle Anschlüsse zum Haus hin sollten so abgedichtet werden, dass kein Wasser in irgendwelche Fugen gelangen kann. Verwenden Sie hierfür nur Spezial-Silikon, das sich für draußen eignet (zum Beispiel Knauf Bau-Silicon, Ceresit Bau-Fuge oder Lugato Wie Gummi).
Balkonsanierung inkl. neuer Dachrinne
Die Montage einer Dachrinne stellt so lange kein Problem dar, wie man zu Kunststoff greift. Im Baumarkt finden Sie zahlreiche Rinnensysteme aus diesem Material, die sich leicht von jedem Heimwerker befestigen lassen. Zinkrinnen wie in unserem Fall sollten Sie aber nur montieren, wenn Sie Erfahrung mit Löten haben und auch entsprechendes Werkzeug besitzen. Zink kann man mit Spezial-Silberhartlot bei ca. 610 °C hartlöten oder mit Zinnlot unter Zugabe von Lötwasser bei 235 °C weichlöten.
















