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Die Polizei gibt Tipps zum Einbruchschutz

Die Polizei gibt Tipps zum Einbruchschutz

 

 

Interview mit EKHK Otmar Finkler,
dem Leiter des Kriminalkommissariats Vorbeugung,
Polizei Köln

Wann erfolgen die meisten Einbrüche?
Anders als viele Menschen glauben, finden die meisten Einbrüche nicht zur Urlaubszeit statt, sondern in den dunklen Monaten von Oktober bis Februar. Und auch im Tagesverlauf bevorzugen Einbrecher die Dämmerung: In der früh eintretenden Dunkelheit können die Täter erkennen, wo vermutlich jemand zu Hause ist, weil das Licht brennt. Die Dunkelheit bietet ihnen auch Schutz für die Tatausführung und die Flucht.

Wie gehen die Täter in der Regel vor?
Die meisten Einbrecher benutzen einen Schraubenzieher. Sie nähern sich dem Haus von der Gartenseite und hebeln Fenster und Fenstertüren auf. Bei 75% aller Einbrüche gelangen die Täter so ins Haus.

Wie schütze ich mich effektiv?
Am besten ist es, wenn einbruchhemmende Fenster und Türen bereits im Neubau eingebaut werden – dann kostet effektiver Einbruchschutz auch nicht viel. Aber auch Nachrüsten ist möglich. Lassen Sie sich hierzu von den Beamten Ihrer kriminalpolizeilichen Beratungsstelle kostenlos und neutral beraten. Sie können Ihnen auch zuverlässige geprüfte Handwerksbetriebe empfehlen.

Helfen elektronische Meldesysteme?
Zuerst sollte die Außenhaut so gesichert werden, dass ein Einbruch nicht möglich ist bzw. dem Täter sehr erschwert wird. Meldeanlagen melden den Einbruch, verhindern aber keinen.

Nach einem Einbruch: Was soll ich tun?
Ihre Sicherheit ist das Wichtigste. Einbrecher flüchten meist, wenn sie überrascht werden, weil sie keine Zeugen wollen. Rufen Sie die 110 an und warten Sie vor der Wohnung auf die Polizei. Und: Nichts anfassen oder aufräumen!

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