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Dispersionsfarbe nach EN 13300

redakteur
LupeDispersionsfarbe nach EN 13300

Sehr viel genauer als bisher werden Deckkraft und Reinigungsfähigkeit von Wandfarben nach der neuen internationalen Norm deklariert – EN 13300. So wird die Reinigungsfähigkeit praxisnah mit einem Scheuerschwamm auf einer definierten Farbfläche ermittelt.

Gemessen wird, wieviel Farbe dabei abgerieben wird – je weniger, desto besser die vergebene Schulnote (zwischen 1 und 5). Auch die Deckkraft wird nach Schulnoten bewertet, hierfür werden aber nur die Noten 1 bis 3 vergeben. Eine mit 1 bewertete Wandfarbe deckt zu mehr als 99,5 Prozent, in aller Regel genügt ein Anstrich, um eine gleichmäßig weiße Wand zu erhalten. Bei Produkten mit Note 2 könnte ein zweimaliger Anstrich erforderlich sein. Achtung: Bei Dispersionsfarben der Klasse 3 müssen keine Vorgaben erfüllt werden.

Gemeinsam mit der Angabe der Deckkraft muß auf dem Gebinde die Reichweite angegeben werden – dies geschieht allerdings manchmal an anderer Stelle als die Angaben zur neuen Norm. Da eine gute Deckkraft auch mit einer Erhöhung des Füllstoff-Anteils der Wandfarbe erreicht werden kann, sollte man unbedingt immer auch die Reinigungsfähigkeit beachten – die sinkt bei dieser Billig-Masche nähmlich dramatisch.

Reinigungsfähigkeit

Innenwandfarben werden in Klassen eingeteilt, die sich mit einer definierten Scheuermethode ermitteln lassen. Dabei entspricht:

  • Klasse 1: weniger als 5 μm Abrieb bei 200 Hüben
  • Klasse 2: weniger als 20 μm Abrieb/200 Hübe
  • Klasse 3: weniger als 70 μm Abrieb/200 Hübe
  • Klasse 4: weniger als 70 μm Abrieb bei 40 Hüben
  • Klasse 5: keine Anforderung

Deckkraft

Die Deckkraft ist für deutsche Verbraucher das wichtigste Kriterium bei Innenraumfarben. Die Norm schreibt bei der geprüften Klassenangabe eine Angabe der Reichweite vor:

  • Klasse 1: mehr als 99,5 % Deckvermögen
  • Klasse 2: mehr als 98 % Deckvermögen
  • Klasse 3: keine Anforderung

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