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Reparaturkosten von der Steuer absetzen

Der Wasserhahn tropft und die Nerven liegen mal wieder blank. Kann man die Reparaturkosten steuerlich geltend machen ?

Reparaturkosten Der Wasserhahn tropft, die Tür schließt nicht mehr richtig – nichts hält ewig. Aber: Reparaturkosten können Sie von der Steuer absetzen. Besonders die Reparaturkosten für vermietete Häuser und Wohnungen sind steuerlich interessant.

Welche Reparaturkosten erkennt das Finanzamt an?

Grundsätzlich können alle Ausgaben als Reparaturkosten von der Steuer abgesetzt werden, die dazu dienen, ein Gebäude in einem ordnungsgemäßen Zustand zu erhalten. Diese sogenannten Erhaltungsaufwendungen sind bei vermieteten Immobilien im Jahr der Zahlung in voller Höhe als Werbungskosten abzugsfähig.

Beispiele:

• Erneuerung eines Bades
• Heizungserneuerung (auch Umstellung des Heizsystems)
Einbau einer Solaranlage
• nachträgliche Wärmeschutzmaßnahmen, Verklinkerung der Außenwände
• Dacherneuerung

Hier einige Faustregeln, wann das Finanzamt die Maßnahmen eher nicht als Reparaturkosten anerkennen wird:

• Durch die Baumaßnahme wird der Wohnstandard des Gebäudes so erheblich gesteigert (z. B. durch Verwendung außergewöhnlich hochwertiger Materialien, s. o.), dass eine andere Wohnungskategorie erreicht wird.
• Durch die Baumaßnahme ergibt sich ein deutlicher Anstieg der erzielbaren Miete (Mietsteigerungen, die lediglich auf zeitgemäßen, bestanderhaltenden Erneuerungen beruhen, sind dabei in der Regel unkritisch).
• Die Gesamtnutzungsdauer wird deutlich verlängert (Ausnahmefälle).
 
Tipp: Nutzen Sie die € 4.000-Regelung. Wenn eine Baumaßnahme nicht mehr als € 4.000 (ohne Umsatzsteuer) kostet, können Sie diese aus Vereinfachungsgründen immer als Reparatur behandeln. Es kann sich daher steuerlich lohnen, Reparaturen in mehrere kleinere Abschnitte zu unterteilen, falls dies machbar und sinnvoll ist.

Wann sind Reparaturkosten in der eigenen Privatwohnung ausnahmsweise absetzbar?

Im Normalfall sind die eigene Wohnung betreffende Reparaturkosten nicht abzugsfähig. Es gibt allerdings Ausnahmefälle, in denen Kosten als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden können, wenn beispielsweise durch die Baumaßnahme konkrete Gesundheitsgefährdungen beseitigt oder vom Gebäude ausgehende unzumutbare Beeinträchtigungen behoben werden, beispielsweise:

Sanierung bei Hausschwamm 
• Asbestsanierung des Daches 
• Gebäudesanierung bei Geruchsbelästigungen


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