Akku-Bohrschrauber

Der Bohrschrauber gehört zu den wichtigsten Elektrowerkzeugen für Heimwerker. Zu bohren gibt es immer etwas, etwa um den Bilderrahmen aufzuhängen oder den Schrank zu montieren. Einem Akku-Bohrschrauber fehlt dazu das sonst oft störende Kabel.

Das Drehmoment bezeichnet die Kraft, die das Gerät aufbringen muss, um eine Schraube einzudrehen. Benötigt der Akkuschrauber mehr Kraft als eingestellt ist, stoppt der Bit bei Erreichen dieser Drehmomentstufe. Ist das Drehmoment richtig gewählt, können Sie alle Schrauben exakt gleichmäßig in das Holz eindrehen. Die Einstellung des Drehmoments am Akku-Bohrschrauber ist abhängig vom verwendeten Material und etwas kompliziert, sorgt aber für ein tolles Ergebnis.

 

Akku-Bohrschrauber: Worauf achten?

Beim Kauf eines Akku-Bohrschraubers sollten Sie einige Dinge beachten:

  • Leistung: Die Leistung hängt natürlich sehr davon ab, was Sie mit dem Akku-Bohrschrauber vorhaben. Empfehlenswert für Heimwerker, die etwas mehr vorhaben, als nur gelegentlich ein Bild aufzuhängen, ist eine Maschine mit etwa 18 Volt und einem Drehmoment von mindestens 30 Nm.
  • Handhabung: Dass heutzutage alles schnell im Internet bestellt werden kann, ist eine bequeme Angelegenheit. Einen Bohrschrauber sollten Sie jedoch vorher einmal in der Hand gehabt haben. Ein kantiges Design kann die Bedienbarkeit ansonsten entscheidend beeinträchtigen. Auch das Gewicht kann eine Rolle spielen, gerade wenn Sie häufig über Kopf bohren.
  • Akkulauf- und -ladezeit: Wollen Sie nur mal eben ein Bild aufhängen, ist die Lauf- und Ladezeit nicht unbedingt das Wichtigste, doch gerade bei größeren Arbeiten sollten Sie darauf achten, dass Sie ein Gerät mit ordentlichem Akku erwischen. Länger als eine Stunde sollte das Gerät nicht aufladen müssen. Vorteilhaft ist es, wenn immer zwei Akkupacks mitgeliefert werden.

Werkzeug Akkuschrauber-Test
 

Akkuschrauber-Test

15 Akku-Bohrschrauber mit Lithium-Ionen-Technik treten in unserem aktuellen Test an

 

Bürstenlose Motoren bei Akkuschraubern

Kürzere Bauform, weniger Reibung und damit auch weniger Verschleiß und mehr Leistung – bürstenlose Motoren sind derzeit im Profisegment auf dem Vormarsch. Der höhere Kaufpreis dieser Geräte resultiert aus der notwendigen komplexen Elektronik, die den mechanisch gesteuerten Prozess der Stromumkehr in den Wicklungen ersetzt. Bürstenlose Akkuschrauber werden als Innenläufer gebaut, dabei wird der bewegliche Rotor nicht mehr mit Strom versorgt, sondern ist aus Permanentmagneten aufgebaut. Er kann dadurch leichter und kürzer werden – das spart Gewicht und macht das Gerät schneller steuerbar.

Bürstenlose Akkuschrauber bieten darüber hinaus gerade im unteren Drehzahlbereich mehr Drehmoment. Die elektrischen Wicklungen wurden in den äußeren Stator verlagert. Das in ihnen erzeugte elektrische Wechselfeld wird von einer Elektronik gesteuert, die die dafür notwendigen Poländerungen vornimmt. Die Hersteller erwarten, dass sich diese Technik bald auch in Heimwerkermaschinen durchsetzen könnte: Schon jetzt verfügen viele Geräte aufgrund der immer leistungsfähigeren Akkutechnik über eine aufwendige Elektronik – die Regelung eines bürstenlosen Motors wäre in Zukunft kein hoher Mehraufwand mehr.

Akku-Bohrschrauber

Beim hier gezeigten Innenläufer dreht sich die Antriebswelle 1 in Verbindung mit dem Rotor 2 im ruhenden, äußeren Stator 3 . Dabei besteht der Rotor aus Permanentmagneten, die stromdurchflossenen Wicklungen 4 sitzen im Stator – bei einem Bürstenmotor ist es genau umgekehrt, wobei die Kohlebürsten den Strom an die sich drehenden Wicklungen übertragen. Eine aufwendige Elektronik 5 sorgt dafür, dass das magnetische Drehfeld genauso schnell wie der Rotor des Motors rotiert – dies übernimmt bei einem Bürstenmotor der mehrfach geteilte Kollektor, der die Polung in den Wicklungen mechanisch ändert.

Fotos: sidm / Archiv

Quelle: Sonderheft 5 / 2012

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