3D-Drucker von Dremel

Mit einem 3D-Drucker können Sie selbst zum "Hersteller" werden: Einen erschwinglichen 3D-Drucker mit dem Produktionsverfahren Additive Manufacturung für Heimwerker war in unserer Redaktion zu Gast. Wir haben den 3D-Drucker von Dremel mit der Bezeichnung Idea Builder "selbst ausprobiert".

Werkzeuge oder Ersatzteile kann man selbst herstellen – mit einem 3D-Drucker. Einfach abfotografieren, in einem speziellen Programm bearbeiten und den Drucker mit der Datei füttern. Schon spuckt der Drucker eine Kopie des abfotografierten Objektes aus.

Das Grundprinzip des "idea Builder" von Dremel basiert auf geschmolzenem Kunststoff, der in einer Art dreidimensional beweglichen Klebepistole Schicht für Schicht gezielt in Form gebracht wird. Mit Druckern hat dieser "Drucker" eigentlich nichts mehr zu tun: Die Bezeichnung 3D-Druck ist wohl auf die Mechanik der Geräte zurückzuführen, die an einstige Nadeldrucker erinnert. Genutzt wird beim neuen 3D-Drucker  Idea Builder von Dremel (dremel3d.de, knapp 1000 Euro) der Kunststoff PLA (Polylactide), der aus Milchsäuremolekülen gewonnen wird und biologisch abbaubar ist.
Das Material wird beim Drucker schnurförmig in 1,75 mm Stärke von einer Rolle zugeführt. Pro 162-Meter-Rolle Filament sind rund 30 Euro fällig. Um Objekte mit dem 3D-Drucker von Dremel herzustellen, benötigt man einen digitalen 3D-Entwurf, den man mit speziellen Programmen am Computer konstruieren kann. Allerdings gibt es im Internet bereits hunderte von vorgefertigten Objektdateien, die man – teils kostenlos – herunterladen kann. Einige Druckdateien werden auch mit dem Drucker mitgeliefert. Obwohl die Anleitung zu wünschen übrig lässt, haben wir schon nach kurzer Beschäftigung mit der Technik sehr hochwertige Objekte herstellen können.

Wie der Drucker arbeitet, können Sie in unserem Video sehen.

 

 

 

 

 

Das "selbst ausprobiert"-Fazit: 3D-Drucker von Dremel

+ Trotz komplexer Technik einfach bedienbarer 3D-Drucker
+ Sehr hohe Ausgabequalität und Stabilität der hergestellten Objekte
+ Zum Gerät gehörende Software verarbeitet gängige 3D-Dateien und erlaubt ein Skalieren von Objekten
Nur mit dem vom Hersteller angebotenen PLA-Filament nutzbar

 

3D-Drucker von Ultimaker

Mit dem 3D-Drucker Ultimaker2 sind auf Anhieb präzise Kunststoffteile zu Hause herstellbar. Wir haben den "Drucker" von Ultimaker "selbst ausprobiert". Zu kaufen gibt es ihn u. a. bei Hornbach.

 

Der Ultimaker2 des Anbieters Ultimaker (www.ultimaker.com, bei Hornbach für rund 2200 Euro) ist eine Weiterentwicklung aus dem Open-Source-Projekt Reprap, das sich seit dem Jahr 2006 mit der Konstruktion von 3D-Druckern beschäftigt. Die Besonderheiten dieses 3D-Druckers sind die sehr hohe Fertigungspräzision sowie die vergleichsweise hohe Arbeitsgeschwindigkeit – beides ist möglich, weil alle Antriebsmotoren fest installiert sind und daher die bewegliche Masse gering bleibt.

Das "selbst ausprobiert"-Fazit: 3D-Drucker von Ultimaker
  • + Kompakter 3D-Drucker mit dennoch großem Produktionsraum (rund 22 x 22 x 20 cm)
  • + Beheizte Grundplatte für bessere Haftung und Nutzung von ABS
  • + Sehr hochwertige Ergebnisse

So ist auch der Extruder (Druckkopf) beim Ultimaler2 klein. Der Transport des Filaments erfolgt wie bei einem Bowdenzug durch einen Schlauch von der Rückseite des Druckers aus. Da der Druckraum mit einer beheizten Glasplatte ausgestattet ist, kann neben PLA auch ABS verarbeitet werden. Dessen Steuerung erfolgt über ein Drehrad, die Funktion des Geraätes ist per Display kontrollierbar. Bei unseren Versuchen ergaben sich feinere Strukturen als mit dem 3D-Drucker von Dremel, den wir bereits oben ausprobiert haben.

Quelle: selbst ist der Mann 10 / 2015

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